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CD-Rezension: Alles SKIFFLE -oder?

  • Unter den 20 Bands sind unter anderem Skiffle Track, Timmendorfer Skiffle Group und die (Original) Black Bottom Skiffle Group. Eine lobenswerte Zusammenstellung.
  • hochgeladen von Matthias Blazek

Die deutsche Skiffle-Szene lebt! Wohl in keinem anderen Land ist diese Musik, die ihre Glanzzeit zwischen 1956 und 1962 erlebte, so präsent wie in Deutschland. Das beweist eindrucksvoll der druckfrische Doppel-CD-Sampler mit dem Titel „Alles SKIFFLE -oder?“ Darauf finden sich 46 Titel von 20 Skiffle-Bands mit insgesamt zweieinhalb Stunden Musik. Alle Aufnahmen werden volldigital von Moon Sound Records aus Hamburg präsentiert. Die Idee stammt von Klaus Neumeister, der unlängst gemeinsam mit Lutz Eikelmann das Standardwerk der deutschen Jazzszene „Begegnungen“ aufgelegt hat. Viele Skiffle-Klassiker, wie „Puttin’ on the Style“, „Have a Drink on me“, „Ham ’n Eggs“, „Does your Chewing Gum lose its Flavour on the Bedpost over Night“ und „Lost John“, werden präsentiert, aber auch viele Titel, an die man auf anderem Wege nur schwerlich gelangen dürfte. Das „-oder?“ im Titel der Doppel-CD lässt zu Recht erahnen, dass der Abwechslung bei dieser Zusammenstellung freier Lauf gelassen wurde. Ein ganz besonderes Bonbon sind die beiden Songs, an denen Skiffle-Legende Dickie Bishop beteiligt ist. Bishop war 1955/56 Mitglied von Chris Barber’s Skiffle Group, 1956/57 Mitglied von Lonnie Donegan’s Skiffle Group und 1957-1958 Leiter seiner Skiffle-Band Dickie Bishop & His Sidekicks und von Ende der 1970er Jahre bis 2004 in Deutschland (er lebt bei Ulm) musikalisch tätig.
Die CD macht Spaß, sie präsentiert einen insgesamt wenig beachteten Randbereich der deutschen Jazzszene. Alle Akteure werden ausführlich und in Farbe in einem 48-seitigen Begleitheft präsentiert, und Holger Lührig aus Unna, der wohl beste Kenner der Szene, leitet das Ganze mit einer Darstellung dieser Musik, bei der Teekistenbass, Cazoo, Waschbrett und Banjo gerne verwendet werden, ein. Prädikat: nachahmenswert.

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