Gemeinde Wohratal muss Lohn für Unfall eines Feuerwerkameraden übernehmen

Wohratal: Feuerwehr | Am 25. Februar berichtete die Oberhessische Presse über den Vorfall eines verunfallten Feuerwehrmannes, der bei einem freiwilligen Arbeitseinsatz beim Um-/Ausbau des Feuerwehrhauses verunglückte.

Hierzu fällte das Verwaltungsgericht Gießen ein richtungsweisendes Urteil gegen die Gemeinde Wohratal: Es geht um die Lohnfortzahlung nach einem Unfall bei einem ehrenamtlichen Arbeitseinsatz. Diese muss nun von der Gemeinde Wohratal übernommen werden, befand das Gericht.


Aus der persönlicher jahrelanger Erfahrung heraus, hierzu folgender Kommentar:

Landauf-Landab brüsten sich die Bürgermeister der Kommunen, wie gut doch das Ehrenamt bei der Freiwilligen Feuerwehr gelebt wird.
Gerade die Freiwilligen Feuerwehren sind ein Garant für ehrenamtliche Arbeit. Zu gerne wird bei jeder Feuerwehrhauseröffnung, Neubau, Umbau, von den politisch Verantwortlichen geprotzt, wie viele Stunden durch Eigenleistung angefallen sind und welche Summen an Geld man hierdurch der Gemeinde erspart hat.

Doch was jetzt hier in Wohratal geschehen und so würde es, vermutlich in fast allen Kommunen passieren ist, wenn es wirklich hart auf hart kommt, man dann als Ehrenamtlicher durch seinen Bürgermeister den Rücken zugedreht bekommt und das Nachsehen hat! – Tolle Welt – ist doch die Feuerwehr immer für einen da!

Die Geldknappheit der Gemeinde Wohratal lässt darauf schließen, dass der Neubau/Umbau des Feuerwehrhauses in Langendorf nur durch viel ehrenamtliche Leistung und Engagement überhaupt realisierbar ist.

Auch ist vermutlich ein langer Prozess voraus gegangen, um dieses Gebäude zu ertüchtigen, denn eigentlich braucht ja die Feuerwehr nichts Neues, oder Altes ist meistens noch gut genug (denkt oder sagt man sogar)!
Dann aber packen alle mit an und helfen, aber keiner will den Auftrag dazu gegeben haben!

Bezüglich der Dienstplanung der Feuerwehr: Papier ist geduldig, auch Feuerwehrdienste sind Auslegungssache, wenn sie wenigstens benannt und bekannt sind – hier hätte man dran denken können, auch der Herr Bürgermeister als Gesamtverantwortlicher!

Daher lieber Herr Bürgermeister Hartmann und liebe Bürgermeister/innen Landesweit, machen Sie nur weiter so, durch diese Boxpolitik dem Ehrenamt gegenüber, werden Sie und Ihre Nachfolger noch viel Spaß haben!

Wenn die Gemeindekassen Feuerwehrhäuser vollends bezahlen müssen und niemand mehr kommt, wenn Hilfe erforderlich ist! Der Grundstein hierzu wurde ja in Wohratal mit diesem Urteil gelegt = Fremdfirmenvergabe!

Glauben Sie ja nicht, dass es ohne Feuerwehr geht – bisher wird diese Aufgabe noch größtenteils ehrenamtlich erledigt, aber wenn durch Ignoranz und fehlendes Verständnis in den kommunalen Gremien, die Feuerwehr auf einmal richtig Geld kostet – dann hätten Sie sich gewünscht, doch nur eine Lohnfortzahlung zu begleichen!

 Erst wenn das letzte Feuerwehrauto eingespart,
 die letzte Wohnung ausgebrannt,
 der letzte Keller abgesoffen,
 dann werdet Ihr merken,
 wie wichtig doch die waren, die früher mal gekommen sind, als die Sirene noch im Ort heulte!"
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Volker Beilborn aus Marburg | 04.03.2016 | 11:04  
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