ÖDP-Landesvorstand Niedersachsen fordert Landesregierung zu vorbehaltlosem Frackingverbot ohne Ausnahmen auf

Der Landesvorstand der niedersächsischen Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) wendet sich entschieden gegen die Zulassung des Frackings in Deutschland. Nach einer Vorstandssitzung in der vergangenen Woche in Hannover machten dies die ÖDP Sprecher Iko Schneider (Hannover) und Mechthild Hans (Nordhorn) nochmals in einer Pressemitteilung deutlich. „Die ÖDP ruft die Landesregierung auf, sich nicht nur im eigenen Bundesland, sondern auch auf Bundes- und europäischer Ebene für ein ausnahmsloses Frackingverbot einzusetzen. Dabei sollte man der Industrie keine Hintertüren öffnen“, so die ÖDP.
Beim Fracking werden Wasser, Sand und Chemikalien unter hohem Druck in tiefliegende Gesteinsschichten gepresst, um Gas oder Öl zu fördern. Die Bohrungen können Erdbeben auslösen, die eingesetzten Chemikalien können zu einer Verunreinigung des Trinkwassers führen, und die Entsorgung des verunreinigten Abwassers verwüstet dort, wo Fracking durchgeführt wird, ganze Landstriche. Die Einführung dieser Technologie halten die Ökodemokraten für unverantwortlich und gefährlich. „Hier wird wieder der Bürger Spielball wirtschaftlicher Interessen“, so Schneider weiter.
Nachdem in Deutschland 2013 der Versuch, Fracking zuzulassen, gescheitert ist, soll nun noch offensichtlich vor der Sommerpause des Bundestags ein Genehmigungsgesetz durchgepeitscht werden. Die ÖDP wendet sich strikt dagegen: „Zum einen widerspricht die Zulassung hoch riskanter Technik ohne breite Beteiligung der Öffentlichkeit elementaren demokratischen Anforderungen, zum anderen blockiert Fracking eine zukunftsweisende Energiewende“, so ÖDP – Sprecherin Hans weiter.
Der Klimawandel schließe eine weitere Verbrennung fossiler Energieträger aus, stattdessen müsse der Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben werden, und alle Möglichkeiten des sparsamen, effizienten Verbrauchs von Energie sollten baldmöglichst ausgeschöpft werden. Für neue, fossile Energieträger, die nur durch die riskante Technik des Frackings gefördert werden könne, sei da kein Platz. Fracking sei somit weder eine energetisch, noch ökonomisch rentable Alternative für die Energieerzeugung.
Der ÖDP- Landesvorstand fordert die Landesregierung auf, ihre Entscheidung für das zerstörerische Fracking zu korrigieren und auf die Bundesregierung einzuwirken, sich den Regierungen von Frankreich und Bulgarien anzuschließen, die mittlerweile ein absolutes Verbot von Fracking erlassen haben.


www.ödp-nds.de

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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 15.07.2014 | 00:34  
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