Migration

MontagsGedanken von Bernhard G. Suttner



Wer auch nur ein bisschen als politischer Mensch gilt, wird derzeit unvermeidbar nach seiner Meinung zur Migration gefragt: „Und wie würdest Du das Problem lösen?“ Wer auf diese Frage eine kurze oder gar einfache Antwort hat, ist zu beneiden bzw. oft auch zu fürchten…

Die Menschheitsgeschichte ist eine Geschichte der Wanderung. Von den frühesten Anfängen an waren die Menschen unterwegs – immer auf der Suche nach guten (bzw. weniger schlechten…) Lebensplätzen. Wer sich der Illusion hingibt, dass die heutigen extremen Unterschiede in der materiellen Versorgung und die höchst unterschiedlichen Chancen auf persönliche Sicherheit und Entfaltungsmöglichkeit ohne Einfluss auf die Migrationsdynamik bleiben, dem werden keine hilfreichen Lösungen einfallen. Ich bin davon überzeugt, dass die exorbitanten Unterschiede zwischen Reich und Arm auf dem Planeten abgebaut werden müssen, damit Migrationsprobleme entschärft werden können.

Jedes gelungene Entwicklungsprojekt, jeder Schritt zu einer fairen Welthandelsordnung, jede Unterstützung für eine Regierung, die sich um wirksame Korruptionsbekämpfung bemüht, jede entschiedene Opposition gegenüber Terror-Unterstützerstaaten ist ein Beitrag zur Entschärfung der Migrationsdynamik. Aufhören wird Migration trotzdem nicht. Deshalb werden wir als humaner Rechtsstaat mit den hier ankommenden Menschen achtsam umgehen müssen. Auch wer kein Bleiberecht erhält, sollte in jedem Mitgliedsland der EU wenigstens eines erfahren haben: Menschenwürde und Rechtsstaat sind nicht nur Worte.

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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 07.08.2015 | 14:38  
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