Irgendwie muss es doch zu schaffen sein, die Spannungen in der Ukraine und mit Russland zu verschärfen …

Wer da dachte, es sei eine exklusive Spezialität der USA, Konflikte zu schüren, der irrte. Auch deutsche und europäische Politiker verstehen sich wieder mehr und mehr auf die Kunst des Säbelrasselns. Und haben vergessen, wohin das führen kann.Ukraine
Ich bin nicht so naiv zu glauben, dass Herr Putin sich auf demokratische Tugenden besonnen hat, als er seine Ukraine-Einmarschlizenz großmütig zurücknehmen ließ. Ich glaube auch nicht, dass ihm die bürgerkriegsähnlichen Zustände an der Westgrenze des einst so mächtigen russischen Reichs den Schlaf rauben.
Aber ich halte ihn für einen Mann des Verstandes, der einerseits weiß, dass ein weiterer Einmarsch in die Ukraine nicht nur wirtschaftlich nachteilig wäre, der andererseits das Gebaren des Westens, der die Schwäche der zerfallenen Sowjetunion schamlos ausnutzte, nur als Bedrohung empfinden kann.
In einer Phase, in der es zumindest den Anschein hat, dass eine Entschärfung der Situation möglich ist, haben die EU-Regierungschefs nichts Eiligeres zu tun, als das Assoziierungsabkommen, man erinnere sich, dieses war der Auslöser der Krise, mit Herrn Poroschenko zu unterzeichnen und diesen weiteren Affront mit einem Ultimatum an Moskau zu garnieren.
Zwischen Vernunft und Politik scheint nur schwer ein Einklang möglich.

Aber wenn das schon nicht möglich ist, dann sollte wenigstens ein Gefühl für die Gefährlichkeit des derzeitigen Umgangs mit Russland gegeben sein.
Und auch für den korrekten Umgang miteinander, der Drohungen nicht beinhalten sollte.


Michael Falke

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