Familie und Beruf

Dr. Johannes Resch

Die Lüge von der Vereinbarkeit


"Wenn Mann und Frau beide in Vollzeit oder „vollzeitnah“ arbeiten, bleibt dem Paar unterm Strich weniger Zeit für die Familie als wenn es nur ein Elternteil tut. Das „bisschen Haushalt“ macht sich eben nicht von allein und Kinder sind keine Gegenstände für Betreuungsmanagement.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie kann in einer emanzipierten geschlechtergerechten Gesellschaft dann nur bedeuten, dass zwei in Vollzeit arbeitende Elternteile nicht die Regel sein können. Wer von beiden weniger oder vielleicht auch gar nicht arbeitet, oder ob beide in Teilzeit arbeiten, ist deren Privatangelegenheit. Es zu ermöglichen wäre Angelegenheit des Staates und der Unternehmen."

Ferdinand Knauß Redakteur*

Dazu der Kommentar von Johannes Resch, ÖDP

"Knauß beschreibt anschaulich, wie der Zwang zur "Vereinbarkeit" aufgrund der Benachteiligung der Eltern nicht nur zum Geburtenrückgang führt, sondern darüber hinaus zu zunehmendem Elternstress und "burn-out".
Er schreibt auch ganz offen, dass hier das vordergründige Interesse der Wirtschaft an möglichst vielen Arbeitskräften dazu dient, die Löhne zu drücken. Durch die "Vereinbarkeit" sollen die Familien den

Bedürfnissen der Wirtschaft angepasst werden, obwohl ja eigentlich die Wirtschaft den Menschen dienen sollte."


*Quelle
http://www.wiwo.de/erfolg/zukunftderarbeit/familie...
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2 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 15.05.2015 | 15:47  
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Johanna M. aus Stemwede | 16.05.2015 | 23:22  
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