wheelmap.org Mapping-Aktion Tuttlingen - eine Aktion zum Thema Barrierefreiheit

Barrierefreiheit und Inklusion sind momentan in aller Munde. Wir werden uns zunehmend darüber klar, dass diese Themen uns alle eines Tages betreffen können.
Aus diesem Grund hat eine private Initiative zur wheelmap.org Mapping-Aktion eingeladen. Teilgenommen haben unter anderem der Baubürgermeister der Stadt Tuttlingen Willi Kamm , viele Mitglieder sämtlicher Gruppierungen im Gemeinderat, unter anderem Dr. Hans Roll (CDU), Petra Schmidt-Böhme (LBU), Dieter Müller (SPD), Christa Anger (FW), Hans-Peter Bensch (FDP), Julia Fritz in Vertretung von Nicolas Klein (IT) sowie Thorsten Maier (TL). Weiterhin durften wir den Tuttlinger Ortsseniorenrat, die Kreisbehindertenbeauftrage Anna-Lena Schilling, den City-Manager Alexander Stengelin, Robin Voss vom Landesvorstand der Jusos Baden-Württemberg und Kreistags-, Gemeinderats- und Parteimitglieder des Landkreises Tuttlingen begrüßen. Besonders haben wir uns über das große Interesse aller Bürger der Stadt und des Kreises gefreut. Insgesamt waren 50 Leute vor Ort.

Baubürgermeister Willi Kamm hielt die Eröffnungsrede. Er überbrachte herzliche Grüße des Oberbürgermeisters Michael Beck und hob den baldigen barrierefreien Ausbau der Bahnhofstraße positiv hervor. Auch wenn das Rathaus den Kriterien für eine barrierefreie Einrichtung entspricht, muss beim Nebengebäude in der Waaghausstraße noch nachgebessert werden. Kamm pries das Engagement der Organisatoren und der Aktion an sich ausdrücklich und lud im nächsten Schritt zum Austausch ins Rathaus.

Nach der Eröffnung begann der eigentliche Haupttagespunkt: das Mapping. Die Teilnehmer machten sich in Gruppen auf, die verschiedenen Lokalitäten in der Innenstadt zu bewerten. Nach einer Stunde intensiven „Mappens“ konnte so ein Ergebnis zusammengetragen werden. Es zeigte sich, dass knapp über die Hälfte der über 300 besuchten Lokalitäten nicht den Kriterien einer barrierefreien Einrichtung entsprechen. Knapp ein Drittel konnte dagegen in Sachen Barrierefreiheit überzeugen. Besonders in den Gebieten rund um den Marktplatz sind die Einrichtungen gut für behinderte Menschen ausgestattet.
Beim anschließenden Feedback der Teilnehmer zeigte sich, dass viele sowohl positiv als auch negativ von den gesammelten Eindrücken überrascht waren.

Einige Teilnehmer, die sich bisher noch nicht mit der Problematik auseinandergesetzt hatten, wurden sich zum ersten Mal dessen bewusst, wie viele Barrieren uns im Alltag tatsächlich begegnen. Insbesondere Treppen und fehlende Rampen an den Eingängen stellten sich als die häufigsten Barrieren heraus. Dieses Hindernis kann allerdings in vielen Fällen durch die Hilfsbereitschaft und das Engagement der Ladenbesitzer kompensiert werden.
Durch die Aktion konnte hinlänglich und überparteilich für die Thematik sensibilisiert werden. Gemeinsam ist es uns gelungen, viele Passanten und Ladenbesitzer zu mobilisieren. Die Aktion war ein voller Erfolg.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern, die uns unterstützt haben, sowie bei den Ladenbesitzern für deren bereitwillige und freundliche Kooperation.
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