Alibi-Soziale Stadt rächt sich

Kein Platz für die Senioren, fehlende elektrische Anschlüsse am Kastanienplatz ....
Es handelt sich nicht, wie gerne in der Presse erwähnt, um Versäumnisse der Verwaltung. Vielmehr sind es bewußte Entscheidungen der Verwaltung unter Billigung der Politik gegen gefaßte Entschlüsse und Vorschläge der Bürger.

Das Soziale Stadt Projekt "Letter - fit für die Zukunft" wurde nur als Alibi geführt um den Haushalt der Stadt zu entlasten. Der Verein "Letter-fit: Miteinander-Füreinander" e.V. hat dies in den vergangenen 10 Jahren mehrfach kritisiert und ist dafür angefeindet worden. Alles, was echte Verbesserungen für den Stadtteil gebracht hätte und nicht nur Kosmetik wurde rigoros abgelehnt, teilweise wurde schon die Diskussion abgebloggt (Umbau der Kita Fröbelstraße in ein Familienzentrum - dann wäre da jetzt ebenerdig ein 30 qm Raum für die Senioren), mit falschen Aussagen jede weitere Diskussion verhindert (Einbau eines Fahrstuhls in Alte Rathaus Letter - dann gäbe es dort barrierefrei erreichbaren Raum) oder einfach gesagt "wir wollen das nicht" (parallelgeschaltete Ampel Volksbank-NP). Die Liste ließe sich beliebig erweitern.
Alles, was vorausschauend in die Zukunft wies, war nicht gewünscht.

Beim Kastanienplatz war beschlossen worden, zusätzliche Schaltkästen aufzubauen, ursprünglich war geplant sie unter den Bänken rechts und links vom Platz zu montieren, so daß niemand über die Kabel stolpern muß. In der Realisierungsphase wurde dies aber eigenmächtig von der Verwaltung wieder gestrichen - es wäre nicht nötig. Am falschen Ende gespart? Für alle diese Maßnahmen hätte es Fördergelder gegeben.

Bzgl. Ganztagsschule und Schulneubau drängen sich viele Fragen auf. Weiß überhaupt jemand, was er da tut? "Auf Sicht fahren" nennt Herr Balzer das Fehlen jeder Planungsgrundlage. Kein Wunder, daß Seelze pleite ist. Offen bleibt, ob jemals geprüft wurde, ob ein Schulneubau nicht auch ohne Abriss der Seniorentagesstätte möglich wäre. Wurde geprüft, ob die Senioren ebenfalls in Container untergebracht werden könne bis der Schulneubau steht? Ist im Schulneubau Platz für die Senioren vorgesehen? Alle bisher ins Gespräch gebrachten Lösungen sind keine, nicht einmal vorübergehend.

Eine weitere Frage ist, ob geprüft wurde, wieviel Geld sich sparen läßt, wenn die Ganztagsschule erst nach dem Neubau eingeführt wird (Containerkosten, Fahrtkosten, ...). Für Lehrer, Eltern und Schüler dürfte die provisorische Unterbringung in Containern schon belastend genug sein, da braucht es nicht die zusätzliche Belastung durch eine neue Schulform.
Es darf sowieso bezweifelt werden, daß die Ganztagsschule eine Verbesserung der Betreuungssituation darstellt. Zumindest vollzeitbeschäftigte Eltern, deren Kinder im Hort betreut werden, sind nun zusätzlichen organisatorischem Aufwand ausgesetzt, da die Pseudoganztagsschule nicht annähernd den zeitlichen Rahmen deckt, die Qualität sowieso nicht bietet.

Diese zusätzlichen Container für die Ganztagsbetreuung sind in der Planung bislang überhaupt nicht berücksichtigt, weder von den Kosten noch vom Platz her. "Wir gahren auf Sicht". Man kann nur hoffe, daß der Haushalt nicht genehmigt wird.

Die Idee, die Container auf dem Schützenplatz unterzubringen, ist abenteuerlich. Fällt das Schützenfest 2 Jahre aus, ist es mausetot.
Erst die Seniorenarbeit und den Kinderteller unmöglich machen, dann das Schützenfest. So sieht also Förderung von ehrenamtlicher Arbeit in Letter aus.

"Letter war netter"

Was bleibt ist ein bischen neuer Asphalt und neues Pflaster, das teilweise schon sanierungsbedürftig ist, und mutwillig erzeugte Parkplatznot, sowie zahlreiche Anwohner, die sich über angebliche Wertsteigerung ihrer Grundstücke wundern, da die Praxis oft Wertverlust oder zumindest keine Änderung zeigt.
Soziale Stadt in Letter.
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2 Kommentare
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Werner Szramka aus Lehrte | 04.02.2015 | 18:59  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 05.02.2015 | 00:23  
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