Gelesen: Der Tanz der Kraniche

Mit diesem Buch zeigt Judith Kern die sich wandelnde Rolle der Frau zum Ende des 19. Jahrhunderts. Es spielt zu einem großen Teil auf Hiddensee und in Berlin. Allein dieser Kontrast in der Zeit zeigt ein Spannungsfeld auf.
Aber es gibt noch mehr! Eine Frau, die aus der Rolle fällt! Sie will einfach nicht verheiratet werden. Sie will gar nicht heiraten. Sie will malen!
Sie erlebt nahezu ein Leben lang, das ihre Arbeiten nur deshalb keine Wertschätzung erhalten - weil sie eine Frau ist. Ihre Arbeit als Künstlerin passt einfach noch nicht in die Zeit. Selbst ihr "Gönner", Lebensgefährte und spätere Ehemann betrügt sie in der Weise, dass er mit Tricks ihre Künstlerkarriere verhindern will. Man erkennt es erst auf den zweiten, dritten Blick: Er hat Angst davor, dass sie die Bessere sein könnte.
Natürlich lässt dieses Buch an keiner Stelle die Schilderung dieser Insel aus und man möchte sofort los fahren und die Kraniche fliegen sehen.
Ein ausgesprochen interessantes Buch - auch wegen der natürlich darin verwobenen Liebesgeschichte mit dem besonderen Hintergrund eines verheirateten Mannes mit einer schwer kranken Frau .....
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Sabine Presnitz aus Schwabmünchen | 01.03.2014 | 19:47  
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