Kulturdenkmale in Ronnenberg: Um 1900 bauten die Bauern ihre Zuckerrübenburgen

Baudenkmal an der Engelgasse in Weetzen.
Ronnenberg: Weetzen | An so manchen Ecken der Stadt Ronnenberg gibt es noch Erinnerungsstücke aus längst vergangenen Tagen. Viele alte Gebäude der Stadt stehen unter Denkmalschutz. Im Rahmen dieser Serie werden die Kultur- und Baudenkmale vorgestellt.

Der alte Dorfkern von Weetzen lag an der Hohen Straße, der Engelsgasse, der Vörier Straße und der Eulenflucht. Dieser Bereich gilt heute als sogenanntes denkmalpflegerisches Interessengebiet. Zwei der hier erhaltenen bäuerlichen Wohngebäude sind besonders zu erwähnen. Sie sind in der Liste der Baudenkmale eingetragen.

Mit der Zuckerrübe kam der Wohlstand. So genügten die früheren Hallenhäuser in Fachwerk nicht mehr den mit dem Vermögen gestiegenen Ansprüchen. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert entstanden anstelle der traditionellen Bauernhäuser neue Gebäude, die der Volksmund als „Zuckerrübenburgen“ bezeichnete. Zu diesen neuen Bauernhäusern der repräsentativen Art zählen die Bauwerke an der Engelgasse 1 und der Eulenflucht 5.

Um 1900 wurden diese Domizile aus Ziegelstein errichtet. Die Scheunen auf beiden Höfen sind etwas älter. Sie stammen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zusammen mit schönen alten Bäumen zeigen diese Hofanlagen mit der benachbarten historischen Kapelle noch ein Stück Alt-Weetzen.
Die Boden- und Baudenkmale in Ronnenberg - im Ronnenberg-Blick habe ich sie einst vorgestellt. Von 1978 bis 1999 erschienen in den Heften in loser Folge Beiträge zur Serie „Kulturdenkmale in Ronnenberg“. Die Ausgaben mit den einzelnen Beiträgen sind längst vergriffen. Weil Heimatgeschichte aber nie von gestern ist, will ich im Rahmen von myheimat die alten Artikel zum Teil nach und nach einen größeren Interessentenkreis zugänglich machen. Nach Möglichkeit stelle ich zu den weitgehend unveränderten Texten auch die alten Fotos dazu ein. Ich hoffe zwar, dass alle vorgestellten Denkmale noch heute existieren, aktuell nachgeprüft habe ich dies aber nicht. Dieser Beitrag erschien in der Ausgabe Nr. 7/1999.
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