Heute vor 100 Jahren marschierten deutsche Truppen widerrechtlich in Luxemburg ein. Der 1. Weltkrieg begann

Heute vor 100 Jahren befahl Kaiser Wilhelm II. die Generalmobilmachung des deutschen Heeres, marschierte das deutsche 69. Infanterieregiment widerrechtlich in Luxemburg ein und erklärte Deutschland Russland den Krieg. Damit begann der 1. Weltkrieg.

Vor 219 Jahren forderte der deutsche Philosoph Immanuel Kant:


Stehende Heere (miles perpetuus) sollen mit der Zeit ganz aufhören.

Denn sie bedrohen andere Staaten unaufhörlich mit Krieg, durch die Bereitschaft, immer dazu gerüstet zu erscheinen; reizen diese an, sich einander in Menge der Gerüsteten, die keine Grenzen kennt, zu übertreffen, und, indem durch die darauf verwandten Kosten der Friede endlich noch drückender wird als ein kurzer Krieg, so sind sie selbst Ursache von Angriffskriegen, um diese Last loszuwerden; wozu kommt, daß zum Töten, oder getötet zu werden in Sold genommen zu sein einen Gebrauch von Menschen als bloßen Maschinen und Werkzeugen in der Hand eines andern (des Staats) zu enthalten scheint, der sich nicht wohl mit dem Rechte der Menschheit in unserer eigenen Person vereinigen läßt. Ganz anders ist es mit der freiwilligen periodisch vorgenommenen Übung der Staatsbürger in Waffen bewandt, sich und ihr Vaterland dadurch gegen Angriffe von außen zu sichern. — Mit der Anhäufung eines Schatzes würde es eben so gehen, daß er, von andern Staaten als Bedrohung mit Krieg angesehen, zu zuvorkommenden Angriffen nötigte (weil unter den drei Mächten, der Heeresmacht, der Bundesmacht und der Geldmacht, die letztere wohl das zuverlässigste Kriegswerkzeug sein dürfte; wenn nicht die Schwierigkeit, die Größe desselben zu erforschen, dem entgegenstände).

Immanuel Kant: Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf. (1795)
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