Ausflugstipp: Potsdam - von Friedrich dem Großen über Spione bis Joop und Jauch

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Im August hatte ich durch einen Glückstreffer bei ebay die Möglichkeit, mich 5 Tage lang in Potsdam umzusehen - und habe mich an keinem Tag gelangweilt.

Man kann Potsdam auch zum Ziel für einen Tagesausflug machen, entweder mit einer organisierten Busreise oder auch per Bahn, zb. mit dem Schönes-Wochenende-Ticket für 39 Euro. Da in Potsdam alle Sehenswürdigkeiten per Bus, Tram oder S-Bahn gut erreichbar sind, empfiehlt sich dort ein Tagesticket für den öffentlichen Nahverkehr, das für das Stadtgebiet 3,90 Euro kostet.

Natürlich kann man an einem Tag nicht so viel sehen wie an 5 Tagen, man muss also selektieren. Deshalb ein paar kurze Hinweise, was man machen könnte:

Mit dem Bus 695 bzw. 606 fährt man vom Bahnhof direkt bis Schloss Sanssouci, dass alleine schon einen ganzen Tag ausfüllen könnte. Auf der Hinfahrt kann man schon an den einzelnen Stationen sehen, wo man vielleicht auf der Rückfahrt einen Zwischenstop einlegen möchte. Vom Platz der Einheit ist fussläufig der Luisenplatz zu erreichen, wo 90minütige Stadtrundfahrten mit dem Doppeldeckerbus starten - sehr zu empfehlen, wenn man es lieber etwas bequemer hat und in kurzer Zeit sehr viel von der Stadt sehen möchte. Die Bustour führt bis nach Berlin-Wannsee, über die Glienicker Brücke, die einst durch den Austausch von Spionen bekannt geworden ist.

An der Haltestelle Brandenburger Straße ist man mitten in der Hauptflaniermeile Potsdams, Cafe's, kleine Läden und Gaststätten ohne Ende, wer eher auf das Stöbern wert legt, wird hier sicher fündig.

Die Haltestelle Reiterweg/Jägerallee liegt direkt an der russischen Kolonie Alexandrowka, die 1826 für 13 kriegsgefangene russische Soldaten angelegt wurde und wie ein typisch russisches Dorf aussieht. In dem Dorf gibt es auch eine Teestube, wo man russische Spezialitäten - von russischen Bier, Wodka und Tee bis zu russischen Speisen wie Soljanka und Borschtsch - verkosten kann.

Danach sind es noch 2 Stationen bis zum Schloss, das, wie schon gesagt, durchaus alleine schon einen ganzen Tag in Anspruch nehmen kann. Kurios ist an der Grabstelle von Friedrich dem Großen, das ihm neben Blumen auch immer Kartoffeln aufs Grab gelegt werden - bekanntermassen hat er hierzulande die Kartoffel flächendeckend eingeführt.

Noch ein Kuriosum: Wenn man die Stadtrundfahrt Richtung Glienicker Brücke mitmacht, kommt man auf der Berliner Straße an einem ALDI-Markt vorbei, der mit dem Hinweisschild verziert ist: "Eigener Bootsanleger für ALDI-Kunden". Der ist gedacht für die Herren Joop, Jauch und Co., die so ohne Parkplatzsorgen einkaufen können.

Soweit mein Schnellabriss eines Tagesausflugs - ich könnte wohl noch mehr schreiben, aber dann kommt man bald in den Bereich eines Buches.

Als Anhang einige Bilder, die hoffentlich Appetit auf einen eigenen Ausflug machen.

PS: Dass das Grab Friedrichs des Großen so überladen wirkt, liegt daran, dass sich einen Tag vorher sein Todestag zum 225. mal jährte.

Bürgerreporter:in:

Kurt Radeitschek aus Ilsede

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