Es geht mit und ohne. Aber wie? Eine Satire über unseren Hörper, Seite 3

Auf besagtem Gelände der Städtischen Kliniken stehen viele Häuser, es ist fast wie eine kleine Stadt und ein Pförtner am Eingang erklärt einem, wo der gesuchte Patient liegt und wie man ihn findet.
Dort fragte auch Eva nach ihrem Adam. Zuvor hatten ihr seine Kollegen schonend beigebracht was geschehe war und meinten, er sei in guten Händen. Auf der Herzstation würden die besten Herzspezialisten arbeiten. Unter Schock raste sie ins Krankenhaus. Dort fand sie ihren Adam auf der Intensivstation. Mit einem grünen sterilen Kittel durfte sie diesen Raum betreten. Fast war er nicht wieder zu erkennen unter den vielen Schläuchen. Blass und mit geschlossenen Augen lag er da, erst 54 Jahre und wie man landläufig sagt: „Im besten Mannesalter“. Ganz unerwartet stand er plötzlich am Abgrund. Die Ärztin sagte, seine Chancen zu überleben stehen 50 zu 50. So schnell kann das gehen
In der Hetze des Alltags verliert man keinen Gedanken an krank sein, geschweige denn an das Ende. Man genießt sein Schnäpschen, raucht mit Freunden eine Zigarette zum Entspannen und genießt ein gutes Essen.
Die Ärzte warnen zwar mit erhobenen Fingern, diese Genussmittel machen krank, doch Zyniker halten dagegen: wovon wollen die Herren in weiß leben, wenn nicht von unseren Krankheiten. Und so haben wohl beide Seiten recht.
Adam liebt gutes Essen, deshalb wiegt er auch 95 Kilo bei einer Körpergröße von 175 Zentimeter. Den Ärzten gefällt so etwas nicht, Adam tat die Warnungen jedoch mit einem Schulterzucken ab und ließ den Spruch los: „Man gönnt sich ja sonst nichts“.

Der Mensch wurde geschaffen mit einem hochkomplizierten Chemielabor im Körper. Und das selbst die entferntesten Körperteile mit Sauerstoff und Blut versorgt werden können, arbeiten das Herz und die Lunge bei Tag und bei Nacht unermüdlich.
Schon kleinste Differenzen stören den geregelten Ablauf. Bei Adam behinderte das Übergewicht die inneren Organe. Stark erhöhte Werte der Triglyceride und des Cholesterin belasteten sein Herz und der schlechte Zuckerwert tat sein Übriges. Dazu kam der Stress auf der Arbeit. Auf dem Frankfurter Flughafen geht es immer sehr hektisch zu. Adam arbeitete in der Werft und wenn ein Flugzeug im Ausland ausfiel, mussten schnellstens Ersatzteile nach dort geschafft werden. Denn jede Minute, welche das Flugzeug am Boden steht, kostet die Gesellschaft viel Geld
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5 Kommentare
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Waltraud Meckel aus Offenbach | 09.10.2013 | 19:41  
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Helmut Seifert aus Mönchengladbach | 10.10.2013 | 11:26  
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Gaby Floer aus Garbsen | 11.10.2013 | 10:03  
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Fred Hampel aus Fronhausen | 12.10.2013 | 16:17  
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 13.10.2013 | 08:03  
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