Abschied vom Aeroflight-Gebäude

Aeroflight-Gebäude vom Bahnsteig gesehen (10.04.2011)
Oberursel (Taunus): Oberursel |

Ein gläsernes Bürogebäude in Bahnhofsnähe prägte für viele Jahre das Stadtbild von Oberursel. Anfang 2014 wurde es abgerissen, um Platz für Wohnbebauung zu schaffen.

Das abgerissene Bürogebäude wurde 1989 von der Fluggesellschaft Aero Loyd bezogen. Es stand in Bahnhofsnähe an den Bahngleisen, von denen es nur durch einen Fußweg getrennt wurde, und hatte die Adresse Lessingstraße 7-9.
Die Fassade des Gebäudes bestand fast vollständig aus Glasflächen. Eine Ausnahme bildete die Rückseite, wo sich an den Seiten wenig ansprechende Flächen aus unverputztem Beton befanden. Für diese Flächen gab es einen praktischen Grund: Das Gebäude sollte eigentlich noch um einen weiteren Teil ergänzt werden. Leider kam es ganz anders: Die Fluggesellschaft wuchs nicht, sondern machte Verluste. Im Jahr 2003 war sie insolvent. Auch die Gründung der Nachfolgegesellschaft Aero Flight GmbH & Co. Luftverkehrs KG, die etwa 300 der 1400 Mitarbeiter übernahm, konnte den Niedergang des Unternehmens nicht aufhalten. Bereits nach zwei Jahren war auch Aeroflight insolvent.

Von dem Bürogebäude wurden nach dem Ende der Fluggesellschaft nur noch kleine Teile genutzt. Während des Hessentags 2011 diente es als Pressebüro und Polizeistation. Die Polizeiwache in der Oberhöchstädter Straße lag nämlich mitten im Hessentagsgelände und konnte schlecht per Fahrzeug erreicht werden, so dass ein zusätzlicher Stützpunkt für die Polizei benötigt wurde.

Im Jahr 2012 stand Sperrmüll vor dem Gebäude, der wohl von einem der letzten Nutzer stammte. An dem Mobiliar klebte sogar noch ein Plan, der die in Deutschland verfügbaren Internetanbieter im Jahr 1996 zeigte.
Auf dem Gebäude befand sich eine Mobilfunkantenne. Zu den Vorbereitungen für den Abriss gehörte im Jahr 2013 die Aufstellung eines Krans, der als Ausweichstandort für den Mobilfunk diente.

Vor dem Eingang des Gebäudes befand sich eine Skulptur mit dem Namen Ikarus. Diese wurde in den Park an der Adenauerallee verlegt.

Im Januar 2014 waren die Abrissarbeiten von außen erkennbar. Zunächst wurden die Fenster entfernt, bevor die Reste der prächtigen Fassade verschwanden. Im März 2014 war außer Bauschutt nichts mehr von dem Gebäude übrig. Das ist wirklich schade, denn das Bürogebäude der früheren Fluggesellschaft war wirklich ein schöner Anblick.
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Matthäus Felder aus Lichtenstein | 17.03.2014 | 13:05  
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