Das Taunabad in Oberursel

Blick auf das neue Hallenbad in Oberursel
  Oberursel (Taunus): Oberursel |

Am 9. April 2015 gab es eine Führung durch den Technikbereich des neuen Hallenbads für die Taunus-Zeitung, bei der einige Leser die Gelegenheit hatten, normalerweise verborgene Bereiche zu sehen.

Die Führung führte zuerst zum Freibad, welches hinter dem Hallenbad liegt. Für den Bau der neuen Schwimmhalle wurde der alte Umkleidebereich vom Freibad aufgegeben. Die Besucher nutzen dafür das Hallenbad und können von der Schwimmhalle aus ins Freie gehen. Baden war dort aber noch nicht möglich, da kein Wasser im Außenbecken war. Um das Becken standen Bauzäune, damit niemand hereinfällt, was ohne Wasser ja recht gefährlich ist.

Im Keller des Hallenbads gab es zuerst etwas wenig Spektakuläres zu sehen, nämlich den Umkleideraum für Mitarbeiter. Die Lüftungsanlage hingegen war deutlich interessanter, wobei zwischen den Anlagen noch genügend Platz ist, um das Zubehör zum Nixenschwimmen abzulegen.

Die Tour führte weiter durch einen Gang mit vielen Rohren sowie zahlreichen Leitungen unter die Schwimmbecken. Zwischen den Becken hängen einige grüne Tonnen, wie man sie normalerweise zum Sammeln von Wasser im Garten verwendet. Im Taunabad nehmen sie die Schwimmleinen auf, mit denen im Becken die Bahnen abgetrennt werden können. Durch ein Loch im Boden werden die Leinen einfach in die Tonnen hinabgelassen.

Für die nötige Wärme im Hallenbad sorgt ein Blockheizkraftwerk. Das war jedoch in einem gut verkleideten Kasten untergebracht, so dass es nicht viel zu sehen gab. Aufgeklebte Fotos zeigten dafür das Innenleben.

Die Anlangen zur Wasseraufbereitung umfassen einerseits Filter, andererseits auch Vorratsbehälter für verschiedene Chemikalien, die in das Wasser eingebracht werden.

Digitaltechnik darf in einem modernen Schwimmbad auch nicht fehlen. In einem großen Verteilerschrank laufen die Signale von den Videokameras zusammen. Über eine Musikanlage können die Besucher akustisch berieselt werden.

Das Taunabad hat zur Straßenseite hin ein Treppenhaus, in welches aber der normale Badegast nicht hineinkommt. Es hat sowohl einen Zugang Richtung Schwimmhalle als auch nach draußen. Am Treppenhaus liegt ein Pausenraum für Mitarbeiter. Es ermöglicht aber auch den Zugang zu einem Bereich, in dem irgendwann einmal Publikumsverkehr herrschen könnte: Über dem Eingangsbereich ist nämlich ein Saunabereich eingeplant, der aber erst beim Vorhandensein entsprechender Mittel gebaut wird. Die Teilnehmer der Führung sahen nackte Wände und offen liegende Rohre und Leitungen. Immherin waren Fenster und Heizkörper vorhanden.
Die darüberliegende Dachfläche war auch nicht für normalen Besucherverkehr geeignet - hier musste man darauf achten, nicht die Wege auf Gummimatten zu verlassen. Vom Rand hatte man einen schönen Ausblick auf das Freibad.

Nach der Führung hatte man noch die Möglichkeit, den Rest des Tages in der Schwimmhalle zu verbringen. Darauf verzichteten die meisten Führungsteilnehmer, obwohl für einen Badetag normalerweise fünf Euro zu zahlen sind und selbst Vielnutzer keinen besonders üppigen Rabatt bekommen.

Etwas gewöhnungsbedüftig ist beim Taunabad, dass man nur auf einer Seite durch Fenster ins Freie schauen kann, und zwar auf der eher nördlich ausgerichteten Seite. Auf der Seite Richtung Altkönigstraße gibt es ein Fensterband nahe der Decke. Je nach Sonnenstand kann dadurch ein schmaler Streifen Sonnenlicht in die Becken fallen. Ansonsten sorgt das Fensterband für indirekte Beleuchtung der Halle. Hätte man zur Straßenseite hin auch Fenster eingebaut, dann hätte man vor dem Bad noch etwas Fläche abgraben müssen, da die Altkönigstraße hier stark ansteigt und so das Becken im hinteren Bereich weit unter Straßenniveau liegt.

Nicht optimal ist der Drei-Meter-Turm, auf dem sich kein Sprungbrett befindet. Die Oberfläche ist eher glatt, so dass man für seinen Sprung keinen sehr kräftigen Anlauf nehmen mag.

Die Sitzbänke an der Straßenseite sind mit quadratischen Plättchen belegt. Ein Teil davon ist hat goldene Farbe, was für ein schönes Glitzern sorgt.

Links
Die Technik des Stadtallendorfer Hallenbads
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