Bahnhof Obernkirchen: Büro zu vermieten / Altakten auf Dachboden begutachtet

Dr. Stefan Brüdermann vom Niedersächsischen Landesarchiv sichtet die "alten Schätzchen" auf Archivwürdigkeit (Foto: Burkhard Rohrsen)
Obernkirchen: Bahnhof | Beständig gehen im obernkirchener Bahnhofsgebäude die Handwerkerarbeiten voran, um die denkmalgeschützte Substanz bestmöglich zu erhalten und eine zeitgemäße Nutzung zu ermöglichen. Der Gaststättenraum, die Wohnflächen und die Toilettenanlage sind inzwischen wieder in Schuss, und nun sind die Büroräume an der Reihe. Die bislang von der Bahnverwaltung genutzten rund 34 Quadratmeter sollen künftig vermietet werden, Interessenten können schon jetzt Thomas Stübke (Geschäftsführer der Bückebergbahn Rinteln-Stadthagen GmbH) auf diese in nicht alltäglichem Ambiente befindlichen Räume ansprechen (mobil: 01706150 032). Breitbandanschluss bzw. WLAN ist im Bahnhof verfügbar.

Über dem Büro befindet sich ein kleiner Dachraum, der vom Güterschuppen aus nur mit Hilfe einer langen Leiter erreichbar ist. Die kleine Klappe davor muss sehr lange verschlossen gewesen sein - der Blick dahinter offenbarte auf den ersten Blick eine wahre Schatzkammer von alten Dokumenten und Schriften, die flächendeckend dort verteilt waren.

Christina Jüttner, Assistentin der Bückebergbahn-Geschäftsleitung,verständigte vorsichtshalber das Niedersächsische Landesarchiv, welches einen Standort in Bückeburg unterhält (früher: "Staatsarchiv"). So nahm dann der Archivleiter Dr. Stefan Brüdermann zusammen mit 2 Praktikanten den Fund in Augenschein, um entsprechend des Niedersächsischen Archivgesetzes zu prüfen, inwieweit eine Übernahme im öffentlichen Interesse läge. Nach dem recht staubigen Procedere entpuppte sich dann aber das meiste Papier als eher profane Frachtlisten, Güterverzeichnisse, Fahrpläne und auch Tageszeitungen. Dennoch gefreut hat sich allerdings Ulrich Tack, der bei der Sichtung mithalf und etliche Zeitdokumente für den Förderverein Eisenbahn Rinteln-Stadthagen immerhin noch als künftige Museumsdekoration oder Ausstellungsstück retten konnte.

Der teilweise schon im Verrotten befindliche Rest konnte danach ruhigen Gewissens entsorgt werden.
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Wer sich für die Büroflächen interessiert, kann hier das Umfeld im sprichwörtlichen "anderen Licht" sehen:
http://www.myheimat.de/obernkirchen/kultur/kunst-u...
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