Musik gar grenzenlos: 30 Jahre Sängerfreundschaft Männergesangverein Nordendorf und Coro Serenissima aus Italien

Nordendorf: Mehrgenerationenhaus | Vier Tage lang stand Nordendorf ganz im Zeichen von Musik und länderübergreifender Freundschaft: Der „Coro Serenissima“ aus Italien war in der Schmuttergemeinde zu Gast – mit dem 525 km entfernten Chor aus Vigonza bei Padua pflegt der Männergesangverein seit 30 Jahren eine enge Sängerfreundschaft. Ein gemeinsames Konzert der beiden Chöre im Jahr 1985, dem „Europäischen Jahr der Musik“, war der erfolgreiche Startschuss. Mittlerweile wurde die Partnerschaft durch 13 gegenseitige Besuche immer weiter vertieft.
Bei herrlichem Sommerwetter konnten die Gastgeber unter Vorsitzendem Alfred Schuller 44 italienischen Freunde in Nordendorf begrüßen, darunter waren 21 Stimmen des „Coro Serenissima“. Die Nordendorfer hatten ein buntes Programm vorbereitet. Es war eine gelungene Mischung aus Geselligkeit, Musik und Kultur mit Ausflügen nach Nürnberg und Augsburg sowie dem gemütlichen Zusammensein samt musikalischer Untermalung durch die Seniorencombo von Eduard Reinbold. Ein Bedürfnis war den Gästen auch der Besuch der Gräber von Dr. Timotheus Eberle (Dirigent) und Anton Lunzner (Vorsitzender), die vor drei Jahrzehnten maßgeblichen Anteil am Beginn der Sängerfreundschaft hatten.
Der Höhepunkt des Zusammentreffens war ein Festabend im Mehrgenerationenhaus. Im vollbesetzten Saal servierten vier Chöre einen deutsch-italienischer Melodienstrauß: Männergesangverein und Kirchenchor (beide Leitungen Jürgen Siegert), Coro Serenissima (Leitung Stefano Zanella) und Kinderchor Notenkleckse (Leitung Anne-Kathrin Abel). Von Volksliedern über traditionelle Stücke bis Klassik reichte das länderübergreifende Programm. Damit machten sich die Akteure nicht nur gegenseitig ein musikalisches Geschenk - sondern ebenso dem begeisterten Publikum, darunter auch Bürgermeister Elmar Schöniger. Ferdinand Pfützner fungierte in bewährter Weise als Dolmetscher. Der Männergesangverein eröffnete den Melodienreigen mit deutschen Volksliedern. Sie hatten mit dem „Badewasser-Song“ auch ein köstliches Stück in ihrem Repertoire. Intoniert von einem Männerquartett lud es humorvoll zum gemeinsamen Rückenschrubben ein. Der Kinderchor, begleitet Helmut Maschke am Keyboard, stellte sich musikalisch vor: „Ja, wir sind die Notenkleckse“. Die italienischen Gäste präsentierten Werke in Muttersprache. „Carezze“, ein Lied voller Liebkosungen begeisterte ebenso wie „Inno alla gioia“ (Freude schöner Götterfunken) aus der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven - eine große Botschaft für Frieden und Brüderlichkeit zwischen den Völkern. Und der Kirchenchor forderte vielstimmig auf: „Singet, singet“. Ein beeindruckendes Bild bot sich zum Abschluss, als die gut 70 Akteure gemeinsam auf der Bühne den Friedenskanon „canone della Pace“ anstimmten. Einmal mehr war es ein Beleg dafür, dass Musik verbindet und keine nationalen Grenzen kennt. Beide Chöre freuen sich jetzt auf`s Wiedersehen in Italien.
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