Licht und Schatten beim 24.Osterpokalturnier in Kufstein

  Kufstein (Österreich): Sportarena |

Bronzemedaille durch Leo Siegl wird durch fragwürdige Kampfrichterentscheidungen überschattet


Über 610 Kämpfer aus 10 Nationen, darunter Deutschland, Österreich, Holland, Italien, Ungarn, Mazedonien, Bulgarien, Kroatien, Tschechien und der Ukraine hatten sich auf den Weg gemacht , um am Turnier der U13 und U16 Jugend teilzunehmen.
Auch der erfolgreiche Judoverein Ammerland Münsing folgte dieser Einladung nach Tirol. Mit den beiden Erfolgstrainern Andreas Schaubmar und Andreas Bauhofer stellten sich die Münsinger Routiniers Bernhard Schaubmar, Leo Siegl und Luis Schmidt dieser interessanten Herausforderung.

Als erster Kämpfer vom Starnberger See durfte Leo Siegl auf die Matte. Nach anfänglicher Nervosität konnte der frischgebackene Grüngurt Siegl seinen ersten Kampf mit einer mittleren Wertung für sich verbuchen. Von diesem Erfolg motiviert dominierte er nun in der Folge unter dem zielgerichteten Coaching von Bezirksligakämpfer Bauhofer seine nächste Begegnung und sicherte sich durch einen überzeugenden Kampfeswillen den Einzug ins Halbfinale. Dort allerdings musste der junge Münsinger sich dem erfahrenen Judoka Bergholz aus Schwieberdingen beugen.
Trainer Andreas Bauhofer nutzte die kurze Kampfpause, um seinen Schützling nochmals für den anstehenden Entscheidungskampf um Bronze einzustellen. Dass seine Bemühungen von Erfolg gekrönt waren, bestätigte Leo Siegl mit brillanter Taktik. Am Ende der 2 Minuten Kampfzeit durfte sich Leo dann über seine erste Medaille bei einem internationalen Turnier freuen.
Im Anschluß war es Bernhard Schaubmar U13 vorbehalten in der Gewichtsklasse bis 46 kg die Fahnen des JVAM hochzuhalten .Leider war dem jungen Penzberger an diesem Tag das Glück nicht hold. Nach einer anfänglichen Führung musste sich Schaubmar durch einen sehenswerten Konter dem Kämpfer aus Schwäbisch Gmünd in letzter Sekunde geschlagen geben. Zu allem Unglück, war dies eine von vier Vorrundenbegegnungen, bei denen der Verlierer nicht in die Trostrunde einziehen durfte. So war nach langer Wartezeit der Kampftag für Bernhard leider viel zu früh zu Ende.

In der U 16 durfte sich Luis Schmidt beweisen. Bereits im ersten Kampf zeigte Schmidt seine technische Klasse und konnte Lukas Sorg vom Kodokan Neuhof durch eine wunderschöne Fußtechnik mit Ippon vorzeitig besiegen.
Was sich allerdings in der nächsten Begegnung gegen den Mazedonier Marat Degtear abspielte, hatten Trainer, Betreuer und auch neutrale Kenner des Judosport wahrscheinlich höchst selten erlebt. In einem harten Fight der sich selten an die Regeln des Judosports orientierte, zeigte der Mazedonier sein komplettes Programm an nicht erlaubten Techniken. Schlagen, Finger verbiegen, mehrmaliges unerlaubtes Greifen ans Bein, sowie ziehen in die Bodenlage ohne Wurfansatz wurden hier dem fachkundigen Publikum geboten. Waren Schmidt und sein Trainer zuerst vom fragwürdigen Kampfstil Degtears perplex, so wurde dies noch von der Leistung des Kampfrichters übertroffen. Nicht eine der vielen Vergehen wurde geahndet. Am Ende der regulären Kampfzeit von drei Minuten hieß es deshalb auch noch unentschieden. Golden Score war nun angesagt.
Auch hier konnte und durfte der Judoka aus Mazedonien sämtliche Vergehen weiter zelebrieren, ohne dass eine Bestrafung auch nur angedeutet wurde. Nach einer über 8 Minuten härtesten Auseinandersetzung krönte der Kampfrichter seine Leistung durch eine weitere Fehlentscheidung.
Ein Kniefall des Kämpfers vom Starnberger See wurde mit einem kleinen Punkt für Marat Degtear gewertet und bedeutete das Ende für einen sichtlich irritierten Luis Schmidt.
Viele Trainer, die diesen Kampf beobachtet hatten waren sichtlich sprachlos und geschockt von der absolut indiskutablen Leistung des Kampfrichters. Im Anschluss wurde Schmidt aufgrund der „Kampfspuren „ von dem kompetenten Ärzten eingehend untersucht und aus Vorsichtsmaßnahmen aus dem weiteren Turnier genommen.
Viele Judofreunde hoffen natürlich, dass es sich hierbei um eine einmalige schlechte Performance des agierenden Kampfrichters gehandelt hat.
Trotz dieser außergewöhnlichen Erfahrung freute sich am Ende eines langen Tages das gesamte TEAM über die Bronzemedaille von YOUNGSTER Leo Siegl.
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