Wiedersehen mit alten Weggefährtinnen

Im vorigen Jahr setzten sich die Marburgerinnen um Finja Schaake (rechts) im Pokalspiel gegen Opladen mit Leonie Prudent durch. (Foto: M. Schneider / belichtbar.net)
Planet-Cards-DBBL-Pokal, 2. Runde: BBZ Opladen – BC Pharmaserv Marburg (Donnerstag, 20.30 Uhr, Werner-Heisenberg-Halle).

Nachdem alle Erstligisten in der ersten Pokalrunde Freilos hatten, greifen diese zwölf Mannschaften nun in den Wettbewerb ein. Die Marburgerinnen treten beim Nord-Zweitligisten BBZ Opladen an.

Ein kleines Déjà-vu erleben beide Mannschaften am Donnerstagabend. Vor einem knappen Jahr standen sie sich ebenfalls in der zweiten Pokalrunde an selber Stelle gegenüber. Marburg siegte damals glanzlos mit 61:49. „Solche Spiele gegen unterklassige Mannschaften sind halt immer schwierig“, weiß BC-Trainer Patrick Unger. „Wir müssen wir uns wie auch im normalen Ligabetrieb auf uns konzentrieren.“

In der Mannschaft aus dem Leverkusener Stadtteil stehen mehrere Akteurinnen mit Erstliga-Erfahrung. Allen voran Nicola Happel, die zwischen 2011 und 2013 genau 30 Mal im Trikot des Pharmaserv-Teams auflief. Elke Henning spielte im Jahr 2004 sechsmal für den BC.

Dazu kommen Britta Worms (Herne und Osnabrück) sowie das Ex-Oberhausen-Quartett Christina Krick, Leonie Prudent, Leonie Schütter und Julia Simonis. Centerin Mareike Nettersheim war schon in der einzigen Opladener Saison im Oberhaus 2009/10 eine der Leistungsträgerinnen.

„Sie können sehr physisch spielen, sind von außen gefährlich, genauso wie unter dem Korb. Es wird sehr schwer werden“, sagt BC-Trainer Patrick Unger, der Opladen zu den besten Mannschaften der Nord-Staffel zählt. „Wir tun gut daran, mit Demut an diese Aufgabe zu gehen. Wenn wir nicht 100 Prozent abrufen, wird es schwer.“

Personell sieht es beim BC wieder gut aus. Nur Katlyn Yohns Achillessehne zwickt noch. Luana Rodefeld ist im Pokal nur für ihren Stammverein, die Bender Baskets Grünberg, spielberechtigt. Dafür wird Jenny Unger aus dem Regionalliga-Team den Marburger Zwölfer-Kader ergänzen.

Auch mit der Spielweise seiner Mannschaft ist der Übungsleiter momentan zufrieden. „Egal, was uns der Gegner an Optionen wegnimmt, wir finden meist einen Weg“, freut sich der Coach über die Vielzahl an gut herausgespielten Wurfmöglichkeiten. Gleichzeitig bereitet ihm die Abschlussschwäche seiner Schützlinge ein wenig Sorge. „Wir dürfen halt keine Angst haben, auch mal daneben zu werfen sondern danach trotzdem normal weitermachen“, gibt er seinem Team mit auf den Weg.

Für Marburgs Kapitänin Birte Thimm gibt es am Donnerstagabend gleich mehrere Gründe zur Wiedersehensfreude. Zum einen lief sie 2005 selbst im Trikot des BBZ Opladen auf. Danach ging sie nach NB Oberhausen und spielte erfolgreich an der Seite von Krick, Prudent und Simonis.

„Wir bereiten uns auf Opladen genauso vor, wie auf jedes andere Spiel“, verrät Coach Unger und stellt klar: „Weiterkommen ist Pflicht.“ Das wäre auch wichtig fürs Selbstvertrauen. Denn schon am Samstag wartet in der Bundesliga ein echter Härtetest: der Vizemeister TV Saarlouis Royals.
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