Unger: Als Underdog kämpfen bis zum Umfallen

Beim jüngsten Aufeinandertreffen mit Emina Karic (links) und Caroline van der Velde (rechts) lief es gut für das Pharmaserv-Team um Tonisha Baker. Foto: Melanie Schneider
Planet-Photo-DBBL: Herner TC – BC Pharmaserv Marburg (Samstag, 18 Uhr, Mont-Cenis-Gesamtschule).

Zur Neuauflage des vorjährigen Spiels um Meisterschaftsrang drei kommt es am achten Erstliga-Spieltag. Marburgs Basketballerinnen kehren dabei an einen Ort mit schönen Erinnerungen zurück: Vor einem guten halben Jahr kamen sie aus Herne mit einer Medaille um den Hals nach Hause.

Diesmal geht es nur um zwei Punkte. Doch die könnten umso wichtiger werden, wenn man sich die direkt folgenden Begegnungen anschaut: Es warten Saarlouis und Wasserburg, Vizemeister und Meister und auch aktuell wieder auf den beiden Spitzenplätzen zu finden auf die Lahnstädterinnen.

Herne hat, ähnlich wie das Pharmaserv-Team, das Stammpersonal behalten. Um Kristi Bellock, Sonja Greinacher, Kata Takacs, Ireti Amojo und Co wurde die Mannschaft gezielt vestärkt. Der Erfolg spiegelt sich in der Tabelle noch nicht richtig wider: vier Siege und drei Niederlagen, Platz fünf. Neben dem Ausrutscher bei Rotenburg/Scheeßel wurde der HTC jedoch nur von den beiden Vorjahresfinalisten bezwungen – und das beide Male nur ganz knapp.

Marburg steht diese geballte Power erst noch bevor. Daher tun die Hessinnen gut daran, sich nicht auf ihren bisherigen fünf Erfolgserlebnissen und dem dritten Tabellenplatz auszuruhen.


Fünf Fragen an BC-Trainer Patrick Unger:

Was habt ihr aus dem klar gewonnenen Rotenburg-Spiel mitgenommen?
Patrick: Wir müssen immer so emotional und aggressiv spielen, wie wir es vor allem im ersten Viertel gemacht haben. Es ist aber nicht alles Gold was glänzt. Wir haben viele Baustellen wie zum Beispiel unser Pick-and-Roll-Spiel. Wir arbeiten weiter an unserer Defensive und müssen dort im Eins-gegen-eins besser werden.

Fährst du nach dem Gewinn der Bronze-Medaille vor einem halben Jahr diesmal mit einem besonders guten Gefühl nach Herne?
Patrick: Nee, Herne ist und bleibt ein schweres Pflaster. Es ist jedes Jahr etwas Neues. Wir können auch voriges Jahr nicht mit diesem vergleichen. Sie haben einen hochbezahlten Profikader, der allen Teams das Leben schwer macht.

Wie viel Respekt hast du vor Herne nach deren tollen Spielen gegen Saarlouis und Wasserburg?
Patrick: Nicht mehr, nicht weniger als sonst. Ich weiß, dass Herne jedes Jahr um einen Titel spielen möchte und sich auch dementsprechend präsentiert. Außerdem sage ich immer: Man sollte jeden respektieren, alles andere wäre ziemlich dumm.

Wo siehst du bei Herne die besonderen Stärken?
Patrick: Herne ist unberechenbar. Sie haben viele, die individuell zu den Top-Spielerinnen der Liga gehören. Jede kann ein Spiel auf irgendeine Weise gewinnen. Sie spielen schnell und aggressiv und können viele Würfe von außen treffen. Und sie spielen als Kollektiv gut zusammen.

Was erwartest du von Herne am Samstag?
Patrick: Marek Piotrowski wird heiß drauf sein, ein richtiges Feuerwerk abzubrennen. Die werden schon gut aggressiv sein, wenn der Ball endlich im Spiel ist. Da gehen wir klar als Underdog ins Match. Wir wollen versuchen, Herne zu ärgern. Wir können nur gewinnen ,wenn wir über 40 Minuten konstant gut spielen und kämpfen bis zum Umfallen.
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