Unberechenbarer Wirbelsturm aus nördlicher Richtung

Gemeinsam gegen den Wind: Das Pharmaserv-Team empfängt am Samstag die Hurricanes. Foto: Melanie Schneider
Marburg: Georg-Gaßmann-Halle | Planet-Photo-DBBL: BC Pharmaserv Marburg – Avides Hurricanes Rotenburg/Scheeßel (Samstag, 19 Uhr, Georg-Gaßmann-Halle).

Niederlage in Nördlingen und nachträgliches Pokal-Aus am grünen Tisch: Marburgs Erstliga-Basketballerinnen brauchen mal wieder ein Erfolgserlebnis. Da kommt der Tabellenneunte gerade recht. Oder auch nicht. Zuletzt gab es für die Lahnstädterinnen gegen die Wirbelstürme vier Niederlagen.

Wenn es eine unberechenbare Mannschaft in der Liga gibt, dann die Hurricanes. Vorige Woche flogen sie nach schwacher Vorstellung beim Zweitligisten Göttingen raus, nur um drei Tage darauf Serienmeister Wasserburg so ziemlich alles abzuverlangen – wenn auch ohne Zählbares. Dabei war hier nicht einmal Pia Mankertz dabei.

Die 25-Jährige ist so etwas wie das „Auge des Hurrikans“. Im Aufbau lenkt sie das Spiel, verteilt geschickt die Bälle (3 Assists) und glänzt auch als Vollstreckerin (14 Punkte). Mehr Zähler holt für die Norddeutschen nur noch Petra Zaplatova (15).

Doch, sich auf das Guard-Duo zu konzentrieren, wird für das Pharmaserv-Team nicht reichen. Insgesamt vier Akteurinnen der Spielgemeinschaft punkten zweistellig, allesamt sind sie auch von der Dreierlinie gefährlich.

Auf Marburger Seite stehen hinter dem Einsatz von Mali Sola und Alex Wilke (beide Erkältung) sowie Tonisha Baker (Schlag gegen Kopf) noch Fragezeichen.


Fünf Fragen an Patrick Unger:

Was habt ihr aus dem verlorenen Nördlingen-Spiel gelernt?
Patrick: Wir dürfen nie wieder ohne Intensität spielen, egal gegen wen es geht. Wir müssen immer alles geben und vor allem hart verteidigen. Daran arbeiten wir diese Woche.

Was sagst du zu Rotenburgs bisherigem Abschneiden (2 Siege, 4 Niederlagen)?
Patrick: Die sind gut. Vielleicht nicht so gut wie wir momentan von der Tabelle her, aber wahrscheinlich sogar vom Spielerischen her etwas besser. Sie haben gegen drei Top-Teams gespielt, gegen Herne sogar gewonnen und Wasserburg am Rande einer Niederlage gehabt. Die sind gut!

Was pflegen die Hurricanes für einen Stil?
Patrick: Sie sind sehr Defense-orientiert. Gegen Tomas Holesovskys Teams ist es immer schwer, weil er sich immer neue Sachen ausdenkt. Das macht sie unberechenbar.

Welche Stärken hat Rotenburg sonst noch?
Patrick: Sie sind aggressiv und schnell, und sie spielen variabel. Sie werden alles daran setzen, uns aus dem Konzept zu bringen. Wir sollten wir smart sein, mit Energie spielen und Intensität haben.

Nach Rotenburg stehen in Herne, Saarlouis und Wasserburg richtig dicke Brocken auf dem Spielplan. Könnte man sagen, dass ihr gegen Rotenburg gewinnen müsst, um euch in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen?
Patrick: Wir denken von Spiel zu Spiel und wollen besser werden von Spiel zu Spiel. Das ist unser Ziel! Das ist auch die Mentalität unserer Mannschaft. Uns sind Tabellenplätze momentan egal. Wir gehen jeden Gegner einzeln an. Um ehrlich zu sein, wusste ich noch nicht einmal, gegen wen wir nach Rotenburg spielen.
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