Turniersieg und Pokallos

Gute Stimmung bei den Marburger Mädels nach dem Turniersieg in Contern. (Privatfoto)
Turnier in Contern, Finale:
AB Contern – BC Pharmaserv Marburg 58:91


Perfeker Abschluss der Saisonvorbereitung. Der BC Pharmaserv Marburg hat ein internationales Turnier in Luxemburg gewonnen. Im Finale schlugen die Hessinnen den gastgebenden AB Contern mit 91:58.

Trotz einer Halbzeitführung von 44:29 war BC-Coach Patrick Unger mit dem Auftreten seiner Schützlinge nicht ganz zufrieden. Seine Mannschaft habe nach dem Halbfinale am Vortag doch sehr müde gewirkt. „In der zweiten Halbzeit haben wir uns zusammengerissen und defensiv endlich das gespielt, was wir wollten“, sagte Unger. „Wir haben den Gegner zu vielen schlechten Entscheidungen gezwungen und so unter 60 Punkten gehalten.“

Es sei erneut ein sehr physisches Spiel gewesen. „Aber das war gut für uns, denn es bereitet uns auf den Liga-Alltag vor. Dann wird es auch richtig zur Sache gehen“, sagte der 32-Jährige. Besonders zufrieden war er mit der Rebound-Bilanz unter dem eigenen Brett.

Wichtig war dem BC-Übungsleiter auch, dass seine Spielerinnen ein „konstantes Scoring als Team“ gezeigt haben. „Es gab Ausreißer nach oben und nach unten. Insgesamt hat sich das aber ausgeglichen“, sagte Unger. „Es macht Spaß, der Offensive zuzugucken.“

Die Stimmung der Mannschaft sei gut, berichtet der BC-Trainer, „wie es momentan läuft, ist das aber auch nicht schwer. Wir wollen das Momentum aus der Vorbereitung mit acht Siegen aus acht Spielen nun mit in die Trainingswoche nehmen“.

Zur guten Laune trägt auch bei, dass sich die angeschlagenen Spielerinnen erholt haben. „Wenn wir die Woche gut überstehen, können am Samstag alle auflaufen“. Dann geht es in eigener Halle erstmals um Bundesliga-Punkte. Sprungball: 19 Uhr, Kleine Georg-Gaßmann-Halle.

Marburg: Baker 6 Punkte, Benet 5, Gaudermann 6, Greunke 2, Köppl 6, Lee 26, Schaake 11, Thimm 10, Winterhoff 5, Yohn 14.


Halbfinale am Samstag:

BC Pharmaserv Marburg 85:68 BC Alte Kanti Aarau (Schweiz)

Am ersten Turniertag – die Sieger der beiden ersten Spiele erreichten das Finale – brauchten die Marburger Mädels ebenfalls geschlagene 20 Spielminuten, um ins Spiel zu finden. Der deutliche Erfolg kam erst nach dem Seitenwechsel zu Stande. „Die erste Halbzeit war schrecklich“, berichtete Trainer Patrick Unger.

Mit den Schweizerinnen lieferte sich das Pharmaserv-Team „ein sehr, sehr physisches Spiel“, wie der Coach sagt. „Daran mussten wir uns erst gewöhnen.“ Man habe sich „nicht klug im Rebound angestellt, Aarau hat mehrfach zwei, drei Offensivrebounds hintereinander geholt“.

Vor allem im zweiten Viertel ließen die Hessinnen viel zu viele Punkte zu (24). „Die Gegner haben aber auch jeden Wurf getroffen“, sagt Unger. Immerhin reichte es für sein Team zur 45:41-Führung bei Halbzeit. „Dann haben wir an die Ehre der Spielerinnen appelliert“, sagt Unger.

Und plötzlich lief es in Verteidigung und Rebound. Marburg zog langsam aber sicher davon. „In jedem Spiel sehen wir etwas, woran wir noch arbeiten müssen. Das Turnier war eine gute Vorbereitung auf das, was uns in einer Woche zum Bundesliga-Auftakt gegen Donau Ries erwartet“, weiß Unger.

Marburg: Baker 17 Punkte, Benet, Gaudermann 2, Greunke 8, Köppl 14, Lee 8, Schaake 12, Thimm 2, Winterhoff 4, Yohn 18.


Marburg im Pokal nach Opladen

Am Samstag wurde in Keltern die zweite Runde im Deutschen Pokal-Wettbewerb ausgelost. Der BC Pharmaserv Marburg tritt demnach wie im Vorjahr beim Zweitligisten BBZ Opladen an. Die Partie im Leverkusener Stadtteil wird zwischen dem 20. und 22. oder 27. bis 29. Oktober ausgetragen.

In der ersten Pokal-Runde hatten alle Erstligisten ein Freilos. Im Team des BBZ Opladen stehen viele Erstliga-erfahrener Spielerinnen, darunter Nicola Happel (2011-13) und Elke Henning (2004), die beide bereits für Marburg auf Korbjagd gingen.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.