SV Halle: Der unbekannte, bekannte Gegner

Beim bislang letzten Heimspiel gegen Halle spielte Marburg mit Tonisha Baker noch in Orange und Julia Gaudermann (links) beim Gegner. (Foto: M. Schneider / belichtbar.net)
Marburg: Georg-Gaßmann-Halle | Planet-Cards-DBBL: BC Pharmaserv Marburg – SV Halle Lions (Sonntag, 16 Uhr, Georg-Gaßmann-Halle).

Nach langen sechs Wochen darf das Pharmaserv-Team endlich mal wieder in eigener Halle ran. Zum dritten Mal in dieser Saison geht es gegen die SV Halle Lions.

Marburgs Gegner ist arg von Verletzungen gebeutelt. In der Weihnachtspause haben die Verantwortlichen in Halle zwei Spielerinnen ausgetauscht. Die Hoffnungen ruhen nach vier Niederlagen in Folge – alle gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte – nun auf Chantelle Pressley und Kristen McCarthy.

Nach den beiden Siegen in der laufenden Spielzeit in der Saalestadt (74:61/Liga und 76:40/Pokal) sollten beiden Mannschaften die Stärken und Schwächen des Gegners bekannt sein. Da ist auf Seiten des SVH zum Beispiel Aliaksandra Tarasava, die Top-Scorerin der Liga.

Andererseits stehen die Saalestädterinnen nach den beiden Wintereinkäufen vor einem Neustart. Wenn man den Trainerfuchs der Löwinnen, René Spandauw, kennt, fangen seine Schützlinge allerdings nicht bei Null an. Wie schnell sich das alte Rudel und der Zuwachs aneinander gewöhnt haben, bleibt für den BC bis Sonntag die große Unbekannte.

Am Vormittag richten der BC und das Mädchen-Basketball-Leistungs-Zentrum (MBLZ) ein Eintages-Camp unter dem Motto „Mädchen spielen Basketball“ aus. Die 130 Teilnehmerinnen der Altersklassen U10 bis U17 kommen aus ganz Hessen und sind im Anschluss Gäste beim Bundesliga-Spiel. Danach steht das Pharmaserv-Team für Autogrammwünsche zur Verfügung.



Fünf Fragen an BC-Trainer Patrick Unger:

Ihr habt nun fünf Mal in Folge gewonnen und seid dabei ins Top-Four eingezogen. Beflügelt euch das?

Patrick:
„Es schadet auf jeden Fall nicht. Wir haben gesehen, dass wir schön spielen können und gewinnen, genauso wie wir gesehen haben, dass wir auch hässliche Spiele gewinnen können. Wir sind froh, im Pokal so weit gekommen zu sein und gehen jetzt mit breiter Brust in die nächsten Spiele.“

Nach zwei deutlichen Auswärtssiegen in Halle: Wird's nun zu Hause sogar noch leichter?

Patrick:
„Es wird auf gar keinen Fall leichter. Die beiden Neuen kennen wir noch gar nicht, und das kann ein großer Vorteil für Halle sein. Ich rechne mit einer Hallenser Mannschaft, die sich sehr aggressiv zeigt und gerade aufgrund der vorherigen Ergebnisse etwas gutmachen will. Und im Hinspiel haben wir in der zweiten Halbzeit ziemlich schlecht ausgesehen. Das kann auch wieder so werden, wenn wir nicht darauf vorbereitet sind.“

Warum warst du trotz des klaren Sieges im Pokalspiel bei Bad Aibling am vorigen Sonntag nicht ganz zufrieden?

Patrick:
„Nach der Weihnachtspause müssen wir erst wieder unseren Rhythmus finden. In Bad Aibling war unsere Intensität vor allem im zweiten und phasenweise auch im dritten Viertel unterirdisch. Gegen Halle wird es auf jeden Fall ein anderes Spiel. Sie spielen noch schneller und aggressiver. Wir müssen 40 Minuten lang laufen.“

Halle hatte voriges Wochenende spielfrei, während ihr im Pokal gespielt habt. Wem hilft diese Konstellation eher?

Patrick:
„Wir hatten die Chance, zu beginnen, in unseren Rhythmus zurück zu finden, und Halle hatte mehr Eingewöhnungszeit für die Neuen, aber noch nicht unter Wettkampfbedingungen. Das heißt, wir gehen mit ähnlichen Vorzeichen in das Spiel.“

Nach sechs Wochen zum ersten Mal wieder zu Hause zu spielen, findest du...?

Patrick:
„Super! Auswärts haben uns jetzt echt viele Fans unterstützt. Vielleicht wird die Halle ja jetzt auch mal richtig voll. Den Mädels würde ich es gönnen, denn die schuften jeden Tag so hart, wie noch kein anderes Team vorher, das für mich gespielt hat.“
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