Super Stimmung vor Schlussspurt

Von einer „super Stimmung in der Mannschaft“ berichtet Marburgs Trainer Patrick Unger, auch wenn Patricia Benet (Zweite von rechts) am Samstag nicht spielen kann. (Foto: M. Schneider / belichtbar.net)
Planet-Cards-DBBL: BC Pharmaserv Marburg – Rutronik Stars Keltern (Samstag, 19 Uhr, Georg-Gaßmann-Halle).

Mit dem 22. Spieltag endet die Bundesliga-Hauptrunde. Alle sechs Partien beginnen zeitgleich. Für einige Mannschaften geht es noch um alles: Klassenerhalt, Playoffs oder Sommerpause. Solche Sorgen haben die beiden Teams, die in Marburg aufeinandertreffen nicht.


Die Gastgeberinnen werden als Fünfter in die Playoffs gehen. Der Tabellenvierte aus Keltern kann sich noch leise Hoffnungen auf eine bessere Ausgangsposition machen. Mit eigenem Sieg und gleichzeitiger Niederlage des derzeit Dritten, Herner TC, gegen den Vorletzten, NB Oberhausen, würde die Mannschaft aus dem Badischen auf Rang drei klettern. Im Hinblick auf ein mögliches Halbfinale ein lohnendes Ziel, will man sich nicht unnötig früh mit Serienmeister Wasserburg messen.

Die Rutronik Stars reisen zum ersten Mal für ein Pflichtspiel nach Marburg. Dabei können sie bei der Premiere durchaus als Favorit gelten. Zwar gewannen die Hessinnen in der Vorbereitung und nahmen im Hinspiel die Punkte mit, doch hat sich beim Aufsteiger seit dem einiges getan. Verletzungen und andere personelle Ausfälle wurden mehr als gut weggesteckt. Fünf Spielerinnen von Christian Hergenröther glänzen mit durchschnittlich neun oder mehr Zählern pro Spiel. Die Beste: Magali Mendy (15 Punkte). Die war vorige Woche gegen Spitzenreiter Wasserburg nicht mal dabei, und doch warteten die Sterne mit einem respektablen 70:83 auf.

Der BC spielt seit der Vorbereitung mit dem selben Kader. So machen sich im Team von Patrick Unger zunehmend Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Jüngstes Beispiel: Patricia Benet. Ihre Fersenprobleme ließen sie in der Vorwoche beim Osnabrück-Spiel vorzeitig ausscheiden. Sie wird am Samstag definitiv nicht auflaufen. So wird die Hauptverantwortung des Spielaufbaus in den Händen von Julia Gaudermann liegen, die nach kurzer berufsbedingter Auszeit wieder zur Verfügung steht.

Auch wenn die Partie möglicherweise keinen Einfluss auf die Abschlussplatzierungen hat, entbehrt sie nicht einer gewissen Brisanz. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich beide Parteien in den nächsten Wochen noch mehrfach über den Weg laufen.

Vorverkauf für Pokal-Endrunde läuft


Am kommenden Wochenende würde man an selber Stelle bei der Pokal-Endrunde wieder aufeinandertreffen, wenn beide in ihrem jeweiligen Halbfinale den gleichen Ausgang verbuchten, also beide gewinnen oder verlieren. Auch in der ersten Playoff-Runde könnte es zu zwei bis drei Duellen kommen – mit umgedrehtem Heimvorteil. Eben dann, wenn Keltern Vierter bleibt.

Unabhängig vom Spielausgang könnte es für die BC-Anhänger Grund zum Feiern geben. Katlyn Yohn peilt nämlich einen weiteren Vereinsrekord an. Der Heldin von Osnabrück fehlt noch ein einziger erfolgreicher Dreier, um die 61 Treffer von Amanda Davidson aus der Saison 2012/13 zu egalisieren.

Der BC Pharmaserv unterstützt beim letzten Heimspiel der Hauptrunde das Präventionsprojekt „Bewegung gegen Krebs“. Die von Prominenten, wie Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann, unterstützte Kampagne will Menschen dabei helfen, ihren Alltag bewegter zu gestalten und so Tumorerkrankungen vorzubeugen. Die Aktion wurde von der Deutschen Krebshilfe, dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und der Deutschen Sporthochschule Köln ins Leben gerufen.

Im Fanshop können am Samstag Eintrittskarten für das Sparkassen-Top-4 erworben werden, das am folgenden Wochenende an selber Stätte ausgetragen wird. Weitere Vorverkaufsstelle: MW Computer, Weidenhäuser Str., 35037 Marburg. Karten können auch per E-Mail bestellt werden. Mehr Informationen auf der Webseite www.top4.bc-marburg.de.


Fünf Fragen an BC-Trainer Patrick Unger:

Ihr habt nach vier Spielen endlich mal wieder gewonnen. Wie fühlt sich das an?

Patrick:
Wir haben diese Woche eine super Stimmung in der Mannschaft. So gut, wie seit anderthalb Monaten nicht. Man merkt, dass es langsam auf die Playoffs zugeht. Alle haben richtig Bock und ziehen an einem Strang.

Welche Stärken hast du beim kommenden Gegner ausgemacht?

Patrick:
Sie spielen schnell und aggressiv. Sie penetrieren sehr stark, wissen aber auch wie man den Ball passt. Und sie sind noch einmal sehr viel besser unter dem Korb durch die Nachverpflichtung. Sie haben sehr gute Individualistinnen, die wissen, wie man ein Spiel entscheiden kann.

Worauf liegt für euch am Samstag der Fokus?

Patrick:
Wir wollen defensiv überzeugen und es Keltern so schwer wie möglich machen, zu scoren. Wir haben voriges Wochenende gesehen, dass wenn wir wieder mit Kampf und Leidenschaft spielen, wir auch enge Spiele gewinnen können.

Es könnte ja das erste von fünf Spielen innerhalb von vier Wochen gegen den selben Gegner sein. Wie denkst du darüber?

Patrick:
Wir wollen gewinnen und werden nichts probieren oder zurückhalten. Dass wir demnächst noch ein paar Mal gegeneinander spielen könnten, ist weder gut, noch schlecht. Beide Teams haben genügend Zeit, sich vorzubereiten. Da kommt eine Menge Arbeit auf die Coaches zu.

Was wünschst du dir für das Spiel am Samstag?

Patrick:
Eine volle Halle und eine tolle Stimmung. Am besten auch mit vielen Trommeln.
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