Mitfavorit stellt sich in Marburg vor

Tonisha Baker (in Blau, hier in Saarlouis) begeistert Marburgs Fans immer wieder mit spektakulären Aktionen. (Foto: M. Schneider / belichtbar.net)
Marburg: Georg-Gaßmann-Halle | Planet-Cards-Bundesliga: BC Pharmaserv Marburg – Herner TC (Samstag, 19 Uhr, Georg-Gaßmann-Halle).

Fünf Mal in Folge hat Marburgs Erstliga-Team nun schon nicht mehr gegen den Herner TC gewonnen. Fünf Partien in Folge hat der Herner TC zuletzt im Oberhaus gewonnen, dazu ein Sieg im Pokalspiel am Mittwoch. Am siebten Spieltag nun reist die Mannschaft von Marek Piotrowski zum Tabellenfünften nach Hessen.

Nach einer überraschend deutlichen Heimniederlage am ersten Spieltag gegen Saarlouis, hat sich der HTC gefangen und steht auf dem dritten Tabellenplatz. Fünf Spielerinnen erzielen im Durchschnitt neun Punkte oder mehr, darunter Ireti Amojo, Sonja Greinacher und Lea Mersch. Aber nicht nur im Abschluss beweist das Trio Woche für Woche seine Klasse.

Daher wundert es nicht, dass die drei von Bundestrainer Bastian Wernthaler zum Lehrgang in Vorbereitung auf die EM-Qualifikationsspiele im November berufen wurden – ebenso wie die Marburgerinnen Julia Gaudermann, Svenja Greunke und Birte Thimm.

Weitere Spitzenkräfte für die Mannschaft aus dem Ruhrpott sind Quenice Davis und Radostina Slavova-Naneva. Von der Bank kommen in Emina Karic und Caroline van der Velde zwei junge aber schon erfahrene Bundesligaspielerinnen.

Wahrscheinlich muss das Pharmaserv-Team am Samstag auf Luana Rodefeld und Kim Winterhoff verzichten. Kooperationspartner Bender Baskets Grünberg bestreitet zeitgleich auswärts ein wichtiges Zweitligaspiel und könnte dabei die beiden Spielerinnen mit Doppellizenz gut gebrauchen.


Fünf Fragen an Patrick Unger:

Du hattest nach dem ersten Spieltag gesagt, dass wir in fünf, sechs Wochen wüssten, wo wir stehen. Und?
Patrick: Ich bin mir noch nicht so sicher. Ich glaube aber, dass es uns nicht gut tut, zu gucken wo wir stehen, sondern nur wie wir spielen. Wir sind auf einem guten Weg. Jetzt kommen aber die interessanten Wochen, um zu sehen, woran wir detaillierter arbeiten müssen.

Zuletzt war eure Chancenverwertung nicht so gut. Was ist da los?
Patrick: Saarlouis hat gut verteidigt. Einige Würfe waren auch einfach dumm gewählt. Wir müssen einfacher und strukturierter spielen.

Nach zuletzt zwei Niederlagen in vier Ligaspielen: Wie ist die Stimmung in der Mannschaft?
Patrick: Am Samstag waren schon alle sehr enttäuscht. Trotzdem haben wir doppelt so viele Spiele gewonnen, wie verloren. Wenn die Stimmung jetzt schlecht wäre, hätten wir etwas falsch gemacht. Wenn jetzt Friede, Freude, Eierkuchen wäre, genauso. Ich glaube, die Mädels wünschten sich, es wäre schon Samstag und wir würden spielen.

Welche Stärken hast du beim kommenden Gegner ausgemacht?
Patrick: Herne hat ein starkes Kollektiv. Sie haben jede Position fast doppelt besetzt und sind in der Lage, allein schon durch ihre individuelle Stärke, Spiele zu gewinnen. Du musst auf jede Spielerin achtgeben. Die sind alle sehr gut. Das Team wird nicht umsonst als Mitfavorit gezählt.

Was müsst ihr am Samstag machen, um zu gewinnen?
Patrick: Wir müssen von Beginn an wach sein und wieder mit mehr Selbstvertrauen ins Spiel gehen. Wenn wir es schaffen, im Eins-gegen-ein gut zu stehen und vorne mal wieder den Korb treffen, haben wir eine Chance.

Nächster Pokalgegner steht fest


Am Mittwochabend wurde das Achtelfinale um den deutschen Damenbasketball-Pokal ausgelost. Der BC Pharmaserv Marburg reist demnach am 12. oder 13. Dezember zum TK Hannover. Die Mannschaft aus Niedersachsen steht nach vier Spieltagen ohne Niederlage auf Platz eins der 2. Liga Nord. In der zweiten Pokalrunde schlug der TKH den Erstligisten SV Halle Lions mit 66:57.

Für Hannover laufen zwei ehemalige Spielerinnen des Pharmaserv-Teams auf: Samantha Baranowski (2012/13) und Stefanie Grigoleit (2011). Auch weitere Erstliga-erfahrene Akteurinnen spielen für den Turn-Klubb: die 159-fache Nationalspielerin Dorothea Richter (unter anderem Donau-Ries), Mary-Ann Mihalyi (Chemnitz) und die letztjährige Topscorerin der 1. Liga für Donau-Ries, Melissa Jeltema.
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