Mit Sieg im Gepäck nach Oberhausen

Marburgs Jenny Crowder (Mitte) setzte sich im Pokalspiel gegen Opladen (hier mit Nicole Nesbit, links, und Sabrina Möller) durch. (Foto: M. Schneider / belichtbar.net)
Damen Basketball Pokal, 2. Runde:
BBZ Opladen – BC Pharmaserv Marburg 49:61.


Endlich ein Erfolgserlebnis. Am Donnerstagabend zogen die Marburgerinnen durch einen Arbeitssieg ins Pokal-Achtelfinale ein. Bereits am Samstag muss der BC einen guten Teil der Reisestrecke erneut zurücklegen. Zum Liga-Spiel geht es nach Oberhausen.

Beim Zweiligisten BBZ Opladen zeigte das Pharmaserv-Team eine ordentliche erste Halbzeit. Zwar ließ die Zielgenauigkeit zu wünschen übrig, doch die gute Arbeit im Rebound machte sich bezahlt. Über 6:7 (6. Minute) zogen die Gäste auf 14:7 vorbei (9.). Fünf Minuten später betrug der Vorsprung erstmals 14 Zähler, der auch zum Seitenwechsel (38:24) bestand hatte.

Nach einem erfolgreichen ersten Angriff im dritten Durchgang blieben die Marburgerinnen sechs Minuten lang ohne Treffer. Von außen kam insgesamt zuwenig und unter dem Korb blieben gute Möglichkeiten liegen. Opladen kam auf 34:40 heran. Doch der BC fing sich wieder (49:36, 31.) und brachte die Partie nach Hause.

In der Verteidigung konnte Julia Köppl überzeugen. Zudem punktete die Österreicherin zweistellig. Genau wie Lisa Koop. Einen sehr gelungenen Einstand feierte Tonisha Baker. „Man hat genau gesehen, warum wir sie zurückgeholt haben. Sie hat in wichtigen Phasen die Akzente gesetzt“, war ihr Trainer zufrieden. Insgesamt sah Patrick Unger – wie die 15 mitgereisten BC-Fans – aber „zu viele Leichtsinnsfehler. Die müssen wir unbedingt abstellen“.

Statistik:
Viertel:
10:20, 14:18, 12:8, 13:15.
Opladen: Henning 4 Punkte, Kastner 1, Krabbe, Krause 6, Marcus, Möller 2, Nesbit 6 (11 Rebounds), Nettersheim 13 (3 Steals), Prudent 12/1 Dreier, Turnbull 5/1, Weiß, Wolff.
Marburg: Baker 11, Crowder 1, Köppl 11/3 (7 Reb., 3 St.), Koop 13 (9 Reb.), Masek 6, Pierce 9/1, Schaake 8 (3 St.), Schwarzkopf, Thimm 2 (3 St.).
SR: Sünnen, Behm. Z: 100.


In der Halbzeit der Partie in Opladen wurde die nächste Pokal-Runde ausgelost. Der BC Pharmaserv Marburg muss 6. Dezember zu New Basket Oberhausen reisen. Spielbeginn: 19 Uhr, Willy-Jürissen-Halle. Apropos Oberhausen. Bereits diesem Samstag treten die Marburgerinnen zum Erstliga-Spiel beim Vizemeister an.


1. Damen Basketball Bundesliga:
evo New Basket Oberhausen – BC Pharmaserv Marburg
(Samstag, 19 Uhr, Willy-Jürissen-Halle).


Rund 60 Kilometer liegen zwischen den beiden Spielhallen, in denen der BC binnen drei Tagen antritt. Die siebeneinhalbfache Entfernung muss das Pharmaserv-Team allerdings zwischen den beiden Partien zurücklegen. Dabei gibt es am Samstagabend einigen Grund zur Wiedersehensfreude.

Birte Thimm trug in den vergangenen acht Jahren das NBO-Trikot, inklusive Pokalsieg und Vizemeisterschaft. Nun kehrt sie als Kapitänin der Hessinnen zurück. Den umgekehrten Weg ging Isabell Meinhart. Vorige Saison mit Doppellizenz für Grünberg und Marburg unterwegs, läuft die 20-Jährige nun für den Vizemeister auf. Ebenso Aline Stiller, die in der vorvergangenen Spielzeit für Marburg spielte.

Beide Teams stehen mit je zwei Siegen aus sechs Spielen gleichauf. Allerdings haben die traditionell heimstarken Oberhausenerinnen die bessere Tendenz. Während der BC am vergangenen Wochenende daheim gegen Herne unterging, hat der Pokalsieger von 2012 nach zwei Heimniederlagen auswärts gewonnen. Der Sieg bei den Rhein-Main Baskets sollte Selbstvertrauen geben.

Ihr schnelles Umschaltspiel und die Lufthoheit sieht Patrick Unger als die großen Stärken des Teams aus dem Ruhrpott. „In Monique Reid haben sie eine richtig gute Spielerin, die den Unterschied machen kann“, sagt der BC-Trainer. Die 24-Jährige führt ihre Mannschaft in den Kategorien Punkte (15,5), Rebounds (7,3) und Steals (2,3) an und verteilt zudem noch 2,7 Assists pro Spiel. „Es richtig schwer, sie raus zu nehmen“, weiß Unger. Beim Punktesammeln bestens ünterstützt wird die US-Amerikanerin von Nationalspielerin Lea Mersch (13,4) und der Kroatin Iva Grbas (9,7).

Beide Mannschaften noch nicht eingespielt


Inklusive des Vorbereitungsspiels beim Gnau-Cup zogen die Marburgerinnen gegen NBO viermal in Folge den Kürzeren. „Im Moment ist alles Kopfsache bei uns“, sagt der BC-Coach. „In Oberhausen müssen wir kämpfen bis zum Umfallen. Nur dann haben wir eine Chance zu gewinnen. Aber vielleicht können wir durch das Erfolgserlebnis am Donnerstag ein bisschen Schwung mit nach Oberhausen nehmen.“

Wie das Marburger, so ist auch das Oberhausener ein im wesentlichen neu zusammengestelltes Team. Mit dem großen Vorteil für die Gastgeberinnen – zumindest nach außen – einer nicht so turbulenten Woche. Zwei Abgänge und ein Zugang binnen weniger Tage haben die BC-Frauen zu verkraften.

„Bisher hatte die Mannschaft keine Chance, sich auf das zu konzentrieren, was auf dem Spielfeld passiert. Das soll sich ändern“, sagt Kapitän Birte Thimm. Auch sie appelliert an ihre Kolleginnen: „Es wird sicherlich die Mannschaft die Punkte nach Hause bringen, die als Team bis zum Schluss zusammen kämpft.“ Und sollte dies das Pharmaserv-Team sein, könne man daraus auch Selbstbewusstsein für die kommenden Wochen ziehen, sagen Coach und Captain unisono.

Ob Birte Thimm allerdings in Oberhausen auflaufen kann, ist fraglich. Beim Pokalspiel am Donnerstag zog sie sich eine Innenbanddehnung im Knie zu.
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