Marburger hoffen auf doppelte Premiere

Die Marburgerinnen mit Julia Köppl (rechts) wollen die erste Bundesliga-Mannschaft sein, die bei den Rutronik Stars Keltern mit Ana-Maria Kammer gewinnt. (Foto: M. Schneider / belichtbar.net)
Planet-Cards-DBBL: Rutronik Stars Keltern – BC Pharmaserv Marburg (Samstag, 20 Uhr, Schulzentrum Dietlingen).

Am letzten Spieltag der Vorrunde geht’s für Marburgs Erstliga-Basketballerinnen zum ersten Mal nach Keltern. Die dienstälteste Mannschaft der Liga fährt als Außenseiter zum Aufsteiger.

478 Bundesliga-Spiele stehen in der Vereins-Chronik des BC Pharmaserv Marburg. Bei den Rutronik Stars Keltern erst zehn. Ihre ersten neun haben sie gewonnen. Erst am vorigen Wochenende verließen die Damen von Christian Hergenröther eine Partie der Beletage als Verlierer. Das 64:87 beim TSV Wasserburg kam allerdings nicht wirklich überraschend, wie der Stars-Trainer gegenüber der Pforzheimer Zeitung bekannte.

Die Hessinnen reisen mit einer Bilanz von sechs Siegen aus zehn Spielen in die 9000-Einwohner-Gemeinde zwischen Karlsruhe und Pforzheim. Premiere. Für Marburgs Trainer Patrick Unger liegt der Aufsteiger mit der drittbesten Offense des Oberhauses zu Recht auf Platz zwei.
Der Marburger 94:58-Sieg beim eigenen Vorbereitungsturnier hat da nur noch statistischen Wert. Das Gesicht der Sterne-Mannschaft hat sich seit Mitte September stark verändert. Und sie hat noch nie ein Bundesliga-Spiel in eigener Halle verloren. Der BC dagegen in seiner Geschichte schon 126 Mal auswärts verloren.


Fünf Fragen an Patrick Unger:

Worauf liegt in der Trainingswoche nach der Länderspielpause euer Fokus?
Patrick:
Wir werden versuchen, die Intensität hochzuhalten. Wir müssen gerade in diesem Bereich wieder unserem Rhythmus finden.

Welche Stärken hast du bei Keltern ausgemacht?
Patrick:
Sie sind ein extrem homogenes Team und unberechenbar. Sie können wechseln und trotzdem konstant auf hohem Niveau spielen, und das sehr schnell.

Auf welche Schlüsselspielerinnen müsst ihr achten?
Patrick:
Da gibt es so viele. Eigentlich musst du alle Ausländerinnen im Blick haben. Dann haben sie noch die zwei Deutschen mit relevanter Spielzeit, die auch nicht zu vernachlässigen sind.

Wie optimistisch bist du, dass ihr die ersten seid, die in Keltern gewinnen?
Patrick:
Wir gehen mal wieder als Außenseiter in ein Spiel, müssen uns aber nicht verstecken. Wir wissen, was wir können. Wir sind ein gutes Team und können an einem guten Tag fast jeden schlagen. Keltern spielt sehr gute Offense. Aber statistisch gesehen haben wir hinter Wasserburg die stärkste Defense der Liga.

Was erwartest du am Samstag von deinen Spielerinnen?
Patrick:
Dass wir viele positive Emotionen mitbringen. Von der Bank und auch auf dem Feld. Das ist bei uns ein großer Schlüssel. Außerdem müssen wir insgesamt besser als Team spielen.
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