Den nächsten Schritt machen

Die Marburger Fans hoffen in Freiburg auf den Einsatz von Natta Gohrke. (Foto: M. Schneider / belichtbar.net)
1. Damen Basketball Bundesliga:
Eisvögel USC Freiburg – BC Pharmaserv Marburg
(Samstag, 19.30 Uhr, Uni-Halle).

Der Klassenerhalt ist gesichert. Nun haben sich die Marburger Erstliga-Basketballerinnen ein neues Ziel gesetzt: Playoffs. Um diesen nächsten Schritt zu machen, muss das Pharmaserv-Team unter die ersten acht kommen, beziehungsweise dort bleiben. Denn momentan rangieren die Hessinnen auf Platz fünf. Mit scheinbar komfortablen sechs Punkten Vorsprung vor Platz neun, bei nur noch vier Spieltagen.

In die Playoffs wollen auch die Eisvögel. Doch der amtierende Pokalsieger blickt derzeit noch bange gen Tabellenkeller: Nur zwei Siege der Konkurrenz aus Osnabrück oder Bamberg trennen den USC von Liga zwei. Turbulent ist die Saisonmitte in Baden zugegangen. Trainerwechsel, Spielerabgänge, Neuverpflichtungen, Verletzungspech. Langsam stimmen aber die Ergebnisse. Zumindest wenn man vom Tabellenstand ausgeht. Gegen die Mannschaften aus der ersten Hälfte musste man nicht unbedingt gewinnen. Dennoch hab es ordentliche Leistungen. Und die Gegner, die es zu schlagen galt, wurden zuletzt besiegt.

Was der BC-Trainer Patrick Unger erzählt im Interview, was er am Samstag erwartet:

Wie geht’s Natta Gohrke? Kann sie spielen?
Patrick Unger: Natta geht es soweit gut! Sie fährt auf jeden Fall mit nach Freiburg.

Bei noch vier Spielen und drei Siegen Vorsprung auf Platz neun: Wie sehr sind jetzt die Playoffs Pflicht?
Unger: Wir haben uns in eine gute Ausgangslage gebracht. Pflicht ist nichts! Aber bei acht noch zu vergebenden Punkten wäre es schon schade, wenn wir es nicht schaffen sollten. Wir haben es ja jetzt selbst in der Hand und können es vielleicht sogar schon an diesem Wochenende klarmachen.

Orientierst du dich jetzt noch eher nach unten – also erstmal Playoffs sichern – oder auch schon ein bisschen nach oben in Richtung Heimrecht im Viertelfinale?
Unger: Eigentlich eher nach unten. Mit Platz drei sind wir aber punktgleich. Von daher darf es auch erlaubt sein, nach oben zu schielen.

Freiburg hatte seit unserem 77:69-Hinspielsieg einen krassen Umbruch. Was denkst du über ihre Entwicklung im Vergleich zu damals?
Unger: Die Qualität ist noch einmal gesteigert worden. Im Prinzip ist es aber der gleiche Spielstil. Sie spielen sehr schnell und unberechenbar! Manchmal läuft ihr Spiel nicht richtig rund. Aber manchmal kann man auch nur „Wow“ sagen! Soana Lucet ackert unwahrscheinlich an beiden Enden des Courts und versteht das Spiel richtig gut. Nicht zu vergessen ist auch Julia Schindler, die dir an guten Tagen richtig weh tun kann. Freiburg ist sehr viel besser besetzt, als es sich gerade in der Tabelle widerspiegelt.

In Bianca Simmons und Brooque Williams haben die Eisvögel zwei der vier Top-Scorerinnen der gesamten Liga im Team. Dazu noch zwei Top-10-Rebounderinnen (Williams, Lucet). Dennoch sind sie sogar noch in kleiner Abstiegsgefahr. Wie kommt das?
Unger: Die Liga ist so ausgeglichen, dass Nuancen entscheiden. Sie haben auch manchmal in engen Phasen etwas Pech gehabt. Und Glück gehört eben auch manchmal dazu, um zu gewinnen.

Freiburg hat zu Hause zwei Drittel aller Spiele gewonnen. Alle neun Heimspiele gingen mit acht oder weniger Punkten Differenz aus. Wird es auch diesmal wieder eine enge Kiste?
Unger: In Freiburg ist es extrem schwer zu gewinnen! Die Eisvögel werden extra motiviert sein. Sie hatten jetzt zwei gute Spiele und haben dennoch beide verloren. Sie kämpfen um die Playoffplätze und bekommen durch die laute Halle einen extra Schub. Es wird ein extrem hartes und schweres Spiel für uns! Eng war ja auch schon das Hinspiel. Wir müssen versuchen, ihre Schlüsselspielerinnen zu kontrollieren und auch besser am Brett arbeiten.
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