OLYMPIA ODER SPORT IST MORD (KREUZFAHRT, TEIL 4)

von Hans-Rudolf König aus Marburg | am 27.11.2009 | 323 mal gelesen | 4 Kommentare | 26 Bildkommentare | 22 Bilder
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SCHMUCK VOM ZEUSTEMPEL

Pyrgos (Griechenland): Olympia | Teneriffa. Wir lassen Italien zurück und wenden uns gen Osten, den Göttern entgegen. Nachts schleicht sich unser Schiff durch die Straße von Keffalinia, Ithaka und Odysseus links (backbord) liegen lassend. Morgens um 7 Uhr geht es vorbei an der Insel Zakinthos (steuerbord), und wir erreichen die Küste des Peloponnisos im Hafen von Katakolon. Erinnerungen an eine Griechenlandreise mit einem roten Käfer-Cabriolet im Jahre1972 steigen in mir hoch. Oh Zeus, wie schnell lässt Du meine Zeit vergehen!

Die Geier (Taxifahrer) warten schon am Kai auf ihre Absahne des Tages. Nachdem wir erfolgreich einige der „Kollegen“ gegeneinander ausgespielt haben, brausen wir mit der günstigsten Offerte namens Vassilikos in Richtung Olympia, wo uns in einem wunderschönen grünen Tal zwischen Kronos-Hügel und Ufer des Kladeos die Trümmer Olympias, zerstört durch ein Erbeben im 6. Jahrhundert n.Chr., erwarten.

Bereits im 10. Jahrhundert v.Chr. entstand hier eine langsam wachsende Kultstätte für den olympischen Zeus, bis schließlich im Jahr 776 v.Chr. die Olympischen Spiele ausgerufen wurden. Wir betreten zunächst das Trümmerfeld der Kultstätten (Altis) und sehen die Überbleibsel vieler Tempel, die hauptsächlich von deutschen Forschern im 19. Jahrhundert ausgegraben wurden. Die Trümmer des ehemals gewaltigen Zeustempels beeindrucken uns auch heute noch genauso wie das gut erhalten 213 Meter lange Sportfeld, auf dessen Rängen nur die Sportfunktionäre und Schiedsrichter auf Steinbänken sitzen durften. Das niedere Volk musste stehen oder „lagern“.

Der intolerante oströmische Kaiser Theodosius II. meinte schließlich, Sport ist Mord und Massensport ist Völkermord und verbot die heidnischen Kultausübungen.

Trotz der vielen Touristen, die inzwischen Busladungsweise herangekarrt werden, entgehen uns nicht der Zauber und die Magie dieses heiligen Hains. Ja, dieser Platz hat etwas, das aus der Vergangenheit nach uns greift. Die Zeit vergeht im Fluge. Im etwas abseits gelegenen Museum sehen wir noch wunderschöne Tempelreliefs, Statuen, Gebrauchsgegenstände und steinerne Porträts von höchster Eleganz und handwerklicher Klasse. Und natürlich laben wir uns am kühlen Wasser des olympischen Brunnens, um für den Rest unserer Seereise fit zu sein. Zeus und Hera sei Dank!

Mehr Infos unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Olympia_(Griechenland)
http://www.kristian-buesch.de/olympia/
Und mehr über unsere Kreuzfahrt, Teile 1-3 hier:
http://www.myheimat.de/marburg/freizeit/costa-fort...
http://www.myheimat.de/marburg/freizeit/la-serenis...
http://www.myheimat.de/marburg/freizeit/trulli-und...

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chris gunga aus Neustadt am Rübenberge am 27.11.2009 um 17:00 Uhr  
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Ali Kocaman aus Donauwörth am 28.11.2009 um 10:12 Uhr  
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Willi Preis aus Seeg am 29.11.2009 um 10:29 Uhr  
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