Mit dem Polizeichor Marburg im Burgenland

Nein, es war in diesem Jahr ausnahmsweise mal keine Konzertreise, sondern „nur“ eine Chorreise. Wo liegt denn da der Unterschied, wird man sich fragen. Auch im Vorstand herrschte Irritation. Die Aufklärung brachte Klarheit: Bei einer Konzertreise ist immer ein offizieller Auftritt (oder mehrere) mit dabei – eine Chorreise ist daher mehr just for fun (obwohl auch hier in einem lockere Ambiente gesungen werden kann).
Und eben diese Chorreise führte uns in die alte Heimat unseres ehemaligen Chorleiters Kurt Latzko – ins Burgenland.
Die sehr lange Busfahrt hatte im Vorfeld schon einige Sänger abgeschreckt. Trotzdem hatte es unser Oberorganisator Jupp Ellrich fertiggebracht, genügend Interessenten zu finden. So starteten schließlich mehr als 50 Chormitglieder, egal ob aktiv oder fördernd, gen Süden.
Allein die Hinfahrt war trotz des guten Frühstücks auf einem Autohof durch einen größeren Umweg und einen Krankheitsfall aufreibend. Schließlich trafen wir aber gegen 22 Uhr in Sopron (Ungarn) ein.
Die folgenden Tage waren ausgefüllt mit einer kleinen Burgenlandrundfahrt unter sachkundiger Führung, einem Besuch des Schlosses Esterházy in Eisenstadt, Stadtrundgang in Rust (ZDF-Serie „Der Winzerkönig), Besuch der Freilichtbühne „Römersteinbruch“ in St. Margarethen, Stadtrundgang in Sopron, Weinprobe mit Vesper bei einem Winzer in Mörbisch, Abstecher zum Gemeindefest der ev. Kirche in Mörbisch (hier hatten wir Gelegenheit zu einem kleinen zwanglosen Auftritt), einer Rundfahrt auf dem Neusiedler See und letztendlich als Höhepunkt der Reise: der Besuch der Seefestspiele mit dem Musical „Anatevka“.
An allen Tagen war uns der Wettergott sehr gut gesonnen: beglückte er uns doch mit Temperaturen um den Siedepunkt.
Kurz vor dem Musicalbesuch hatte er jedoch mit uns ein Einsehen und schickte eine Abkühlung in Form eines starken Gewitters einhergehend mit einem gewaltigen Wolkenbruch. Das Vorfeld der Bühne war landunter, die Feuerwehr pumpte, die Besucher (es waren gut 5000) mit und ohne Regenschutz stapften durch Pfützen und über aufgeweichten Boden in den Foyerbereich, um hier im Trockenen auf den Beginn des Musicals zu warten.
Vielleicht hatte Tevje inzwischen auch dem Wettergott die Leviten gelesen, denn –siehe da!- der Regen hörte auf und das Spiel konnte mit fast einstündiger Verspätung beginnen und trocken über die Bühne gehen. Das Stück, die Darsteller, die Musik und das abschließende Feuerwerk ließen alles Vorhergegangene vergessen – sogar die späte Ankunft im Hotel um 3 Uhr nachts.
Die Heimreise gestaltete sich weitaus entspannter als die Hinreise. Trotzdem waren wir froh, als wir um 21 Uhr in Höhe Wolfshausen das Marburger Schloss sahen! (AM)
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Oberhessische Presse | Erschienen am 13.09.2014
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