Marburger Holzköpfe und versteinerte Gesichter

Ich bewahre dieses Haus vor Schaden und bösen Geistern jeglicher Art.

Marburg: Marktplatz | Wer durch die Straßen und Gassen der Marburger Altstadt streift, den kann schnell das Gefühl beschleichen, beobachtet zu werden. Nicht dass die Bewohner hinter ihren Gardinen versteckt, das bunte Treiben in ihrer Stadt verfolgen nein, es sind eher die vielen stummen Wächter an den Fassaden der Häuser gemeint, die Tag und Nacht auf ihrem Posten stehen.

Menschen- und Tiergesichter und Figuren zieren prächtige, teils aufwändig restaurierte Altstadtfassaden und lohnen den Blick auch einmal nach oben zu richten. Dabei gab es unterschiedliche Gründe, warum die Erbauer an ihren Häusern derartige Plastiken anbrachten. So schrieb man den Wesen die Fähigkeit zu, Unglück und böse Geister von den Bewohnern fernzuhalten. Oft war es eine Frage des jeweiligen Baustils, ob Mensch- oder Tiergestalten gerade “in“ waren. Andere Figuren künden von den ehemaligen Berufen früherer Bewohner.

Egal welchen Ursprung die Gesichter haben, interessant ihnen einmal in die Augen zu sehen, sind sie allemal. Und sie beobachten Besucher und Einwohner auf Schritt und Tritt. Nein, in den Marburger Altstadtgassen ist man nie allein, dort geht niemand verloren.

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Weiterveröffentlichungen:

Oberhessische Presse | Erschienen am 22.01.2011
Wocheninfo win | Erschienen am 22.01.2011
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11 Kommentare zum Beitrag
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Michael Kröllken aus Marburg am 18.01.2011 um 08:01 Uhr  
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Giuliano Micheli aus Garbsen am 18.01.2011 um 08:15 Uhr  
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Axel Haack aus Freilassing am 18.01.2011 um 10:44 Uhr  
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lothar hofmann aus Marburg am 18.01.2011 um 13:32 Uhr  
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Siegfried Kuhl (sk1941) aus Marburg am 18.01.2011 um 22:04 Uhr  
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Karl-Heinz Töpfer aus Marburg am 19.01.2011 um 13:35 Uhr  
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Siegfried Kuhl (sk1941) aus Marburg am 20.01.2011 um 21:35 Uhr  
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Gabriele J. Walter aus Ichenhausen am 26.01.2011 um 13:53 Uhr  
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