Marburg an der Lahn, ein ganz wunderbares Ausflugsziel - auch für Lehrer

  Marburg: Elisabethkirche | Burgwaldschule: Lehrer auf Entdeckungstour in Marburg

Schon seit vielen Jahren laden die jeweiligen Personalräte der Burgwaldschule zu Tages- und Kurzausflügen in die Region, ebenso zu Mehrtagesreisen in schöne Städte oder wunderbare ländliche Gebiete Deutschlands ein.

In die recht nahe Universitätsstadt Marburg an der Lahn zog es einen Teil der Lehrerschaft der Realschule jetzt an einem herrlichen Frühlingstag.

Nach einer vergnüglichen Anreise wurden die Pädagogen gleich bei der Ankunft an der berühmten Elisabethkirche in Empfang genommen. Während eines geführten Rundgangs bot sich den Reisenden viel bisher Unbekanntes in dem gewaltigen Bau aus dem 13. Jahrhundert.

Während des Rundgangs gelang es Stadtführer Willi Stehling sofort, alle für die Einzigartigkeit des gotischen Gotteshauses zu begeistern, das über dem Grab der christlichen Wohltäterin Elisabeth von Thüringen (1207 in Pressburg-1231 in Marburg/Lahn) mehrere Jahrzehnte lang erbaut wurde.
Elisabeth, die als sehr junge Frau von Ungarn über Thüringen nach Hessen gekommen war, wurde als Mildtäterin für Kranke, Arme und Waisen weltberühmt, Marburg in der Folge zur Pilgerstätte.

Viel weitere Details ließen die Bewunderung für die früheren Baumeister des Mittelalters noch sehr viel größer werden. Selbst in der historischen Altstadt war Elisabeth allgegenwärtig: So steht direkt vor dem Rathaus eine Mutter-Kind-Statue. Diese zeigt Elisabeths Tochter Sophie von Brabant (1224-1275) und das Baby Heinrich. Sophies Sohn Heinrich (1244-1308) wurde später der erste Landgraf von Hessen.

Neu war für einige Fahrtteilnehmer, dass der einstige (zweite) Reichspräsident Paul von Hindenburg (1847-1934) und seine Ehefrau Gertrud (1860-1921) ebenfalls in der Elisabethkirche ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, nachdem Einheiten der US-Armee die Särge in einem Versteck in der Tiefe eines Salzbergwerkes in Thüringen gefunden und gegen Kriegsende vor der Sowjetarmee in Sicherheit gebracht hatten. 1946 wurden beide Särge in der Turmhalle der Kirche beigesetzt. Hitler hatte Hindenburgs Wunsch, auf dem Gut Neudeck beerdigt zu werden, einst ignoriert und ihn im Denkmal der Schlacht bei Tannenberg mit einem Staatsakt beisetzen lassen.

Während des weiteren Rundgangs durch die Oberstadt mit teilweise einzigartigen Ausblicken wurde die spannende Universitätsgeschichte ebenso anschaulich und oft auch humorvoll erklärt wie weitere Anekdoten rund um die Bürger der Stadt, die alten Gebäude und auch viele berühmte Marburger wie Otto Ubbelohde, Emil von Behring oder Alfred Wegener.

Das bunte und fröhliche Leben unterhalb des Schlosses beeindruckte auch die Lehrer der Burgwaldschule - es gab manch nette Begegnung in einer faszinierenden Stadt.
Hoch oben am Fuße des Landgrafenschlosses entstand das Erinnerungsfoto. Der Dank der Gruppe galt dem aktiven Personalrat mit Carmen Weimer, Kevin Kulss und Andrè Manoury für die tolle Organisation des Ausfluges.

Mit einer Einkehr in das Lokal „Gartenlaube“ endete ein gelungener Ausflug.
Fotos: Einige Lehrer der Burgwaldschule hoch über den Dächern von Marburg/Lahn
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Volker Beilborn aus Marburg | 22.06.2015 | 13:34  
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