Das Wirtshaus an der Lahn III - "Besetzung und Abriss"

Ab Freitag, dem 21. März 20 Uhr, gibt es in der Waggonhalle den letzten Teil der Wirtshaus-an-der-Lahn-Trilogie zu sehen.
Weitere Termine: 22. 3. 20h, 23. 3. 18h, 25., 26. und 27. 3. 20h, 15., 16., 17. und 18. 5. 20h.

"Das alte Wirtshaus an der Lahn soll abgerissen werden und Neuem Platz machen, wie es dem herrschenden Zeitgeist entspricht. Auch andere historische Gebäude in Marburg sind bereits abgerissen, weiterer Abriss ist geplant, welches sogar weite Teile der Oberstadt betrifft. Doch es regt sich Widerstand. Junge Leute besetzen das Wirtshaus. Dies ist Fiktion – es gab zwar Protest, doch soweit ging er (noch) nicht. Keine Fiktion sind allerdings die Abrisspläne der Oberstadt, welches auch im Stück thematisiert wird.

Im besetzten Wirtshaus treffen die verschiedensten Charaktere dieser Zeit, mit ihren Geschichten, zusammen: Politisch Radikale, welche die Gewaltfrage stellen, Theoretiker mit Karl-Marx im Kopf, Utopisten, mit Ideen von alternativem Zusammenleben und dem neuen Menschen im Herzen, Streuner, Drogensüchtige, aber auch Bürger der Stadt, die das Alte erhalten wollen.

Auf der anderen Seite steht die Planungsgruppe mit Politiker und Architekten, die konsequent die Pläne vorantreiben. Und dann gibt es Bürger, die das Geschehen beobachten und kommentieren. Über allem aber steht der Investor, „hoch über seiner Stadt“, der das Geld gibt und somit über alles bestimmt. Aber er hat eine Tochter, die sich auflehnt gegen die bürgerliche Lebensweise, sich mit den Besetzern einlässt und heimlich Informationen von ihrem Vater besorgt.
Letztlich bleibt jedoch jeder Widerstand zwecklos – zuviel Macht und Geld stehen auf dem Spiel und so nimmt das Geschehen hin zu Räumung und Abriss unaufhaltsam seinen Lauf....

Das ehemalige Marburger Wirtshaus an der Lahn am Schützenpfuhl, dort wo heute der sogenannte „Affenfelsen“ steht, war bereits zweimal Inspiration für eine Waggonhallen-Theaterproduktion. Jetzt folgt der dritte Teil der Theater-Revue-Trilogie, der im Jahr 1970 spielt, dem Jahr des Abrisses.

Ausgehend von der Geschichte des überwiegend als Wirtshaus genutzten historischen Fachwerkhofes aus dem 17. Jahrhundert, wurden aus einer Mischung von Improvisation, Recherche und Erfindung Marburger Stadtgeschichte und allgemeingeschichtliche Themen zu fiktiven Geschichten in einem Theaterstück. Waren es im ersten Teil die soziale Frage um 1900, im zweiten Teil die Themen „Liebe, Tod und Revolution“ (so der Untertitel) in der Zeit nach dem 1. Weltkrieg, so steht im dritten Teil die Zeit der „68er“ im Mittelpunkt.

Wie bei den ersten beiden Stücken der Trilogie wird das Geschehen wieder von Live-Musik begleitet, von der „Wirtshaus-Band“ werden Songs dieser Zeit zu hören sein."
(Text: Waggonhalle.de, Fotos von der Generalprobe)
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