Die Mittelwelle stirbt! - Was ist heute noch zu hören? - EMUD FAVORIT 69 GW von 1950 Restauration - Uwe Heinz Sültz - DG 7 DM - DG 2 DAE Empfangs-Report für MyHeimat mit Wikipedia/Google Informationen

  Lünen: SAT TV SÜLTZ | Was heute noch zu hören ist, endet morgen mit einem Rauschen!


Heinz Sültz zeigt hier die fertige Restauration des Radios EMUD FAVORIT 69 GW von 1950.

Das Gerät ist von einfachster Bauweise, einem sogenannten Geradeausempfänger und kostete damals 69 DM.


Anlass der Restauration ist das Ende des Mittelwellen-Empfangs 2014/2015.


Global spielt der Mittelwellenrundfunk

in den Ländern der Südhalbkugel

(Afrika und Südamerika) eine wichtige

Rolle. In vielen Ländern ist dort das

UKW-Rundfunknetz schlecht ausgebaut

und die Mittelwelle bietet den Vorteil

der großräumigen Übertragung

und einfachen Empfangbarkeit für

die Hörer.



In den USA sind traditionell eine
Reihe von privaten
Mittelwellenstationen nach
wie vor in Betrieb.




Hintergrund zur Abschaltung:

Der Abschied wird lang, doch die meisten Hörer werden ihn verschmerzen können: Bis zum Jahresende werden die meisten Lang- und Mittelwellensender in Deutschland noch senden, dann ist Schluss. Damit verschwindet ein kompletter Übertragungsweg aus der deutschen Rundfunklandschaft.

Bereits im Vorfeld des Starts des Digitalradios DAB+ wurde bekannt, dass nach Auflagen der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) die kostenintensiven Ausstrahlungen auf Mittel- und Langwelle bis Ende 2014 eingestellt werden müssen. Wie ein Sprecher des Norddeutschen Rundfunks gegenüber RADIOSZENE konkretisierte, werde man die Abschaltung der vier NDR-Mittelwellensender so lange wie möglich herauszögern, zum Jahreswechsel 2014/2015 sei dann jedoch endgültig Schluss: „Der hohe Stromverbrauch der MW-Sender ist bedenklich, die Tonqualität der Mittelwellenübertragung für die Mehrzahl der Hörerinnen und Hörer nicht mehr akzeptabel und programmbegleitende Dienste sind mit dieser veralteten Übertragungstechnik nicht möglich“, heißt es. (RADIOSZENE)

Hintergrund zur Mittelwelle:

Der Begriff Mittelwellenrundfunk bezeichnet den Rundfunk im Mittelwellenband (an den Empfangsgeräten oft mit AM oder MW bezeichnet). Dies entspricht dem Frequenzbereich zwischen 526,5 kHz und 1606,5 kHz. Die Sender benutzen diesen Bereich in einem 9-kHz-Raster. Auf dem amerikanischen Kontinent umfasst das Mittelwellenband den Frequenzbereich von 530 bis 1720 kHz. Benutzt werden die Frequenzen in einem 10-kHz-Raster.



Rundfunk auf Mittelwelle dient heute überwiegend der terrestrischen Ausstrahlung von Hörfunkprogrammen über das Sendegebiet der UKW-Sender hinaus. Daneben wird er, wie auch der Kurzwellenrundfunk, zur Aussendung fremdsprachiger Programme an Hörer in anderen Ländern benutzt. Gelegentlich dient der Mittelwellenrundfunk auch der Ausstrahlung von Nachrichtenprogrammen wie z. B. NDR Info oder besonderer anderer wortlastiger Programme, denn hierbei sind Tonqualitäts-Einbußen gegenüber UKW leichter zu verkraften; dies im Hinblick auf die begrenzten Frequenzen im UKW-Bereich. In manchen Gebieten der Welt wird die Mittelwelle auch zur Aussendung von Lokalprogrammen verwendet, jedoch mit abnehmender Bedeutung.

In den Anfangsjahren des Rundfunks in den 1920er Jahren war die Mittelwelle das grundsätzlich genutzte Medium. Erst mit der Entwicklung leistungsfähigerer Sendeanlagen konnten auch andere Wellenbereiche sinnvoll genutzt werden.Seinerzeit wurden die Sender üblicherweise mit der Wellenlänge in Metern (zusätzlich oft die Frequenz in Kilohertz) angegeben. Die alleinige Angabe der Frequenz setzte sich erst später durch.



Durch die Abschaltung von vielen auch leistungsstarken Mittelwellensendern in Europa ab dem Jahr 2000 können heute weniger Radiosender als noch vor 25 Jahren in diesem Rundfunkband empfangen werden.

Wegen der geringen Anzahl der zur Verfügung stehenden Übertragungskanäle für Rundfunk im Mittelwellenbereich (121 Kanäle) wird jede Frequenz in diesem Bereich von mehreren Sendern belegt. Die Mittelwellenfrequenzen 1485 kHz, 1584 kHz und 1602 kHz sind nach dem Genfer Wellenplan als sogenannte Gemeinschaftswellen für den Betrieb von Sendern geringer Leistung in ausreichendem gegenseitigem Abstand reserviert.



Wegen der großen Reichweite der Raumwelle während der Nachtstunden müssen nach im Genfer Wellenplan festgelegten Regeln, um gegenseitige Störungen zu verringern, viele leistungsfähige Stationen ihre Sendeleistung drosseln und/oder mit einer Richtstrahlantenne arbeiten (vgl. Langwellenrundfunk). Manche Stationen müssen während der Nachtstunden ihren Betrieb ganz einstellen. Trotzdem treten auf vielen Kanälen im Mittelwellenbereich nachts durch den gleichzeitigen Empfang mehrerer gleichfrequenter Sender häufig Empfangsstörungen (Interferenzen) auf. Mit einer richtungsempfindlichen Empfangsantenne wie einer Ferrit- oder Rahmenantenne kann man durch Drehen der Antenne Abhilfe schaffen, sofern beide Sender nicht aus der gleichen Richtung abstrahlen.

Inzwischen versucht man mit der sich noch im Feldexperiment befindlichen digitalen Mittelwelle (Digital Radio Mondiale) der minderen Tonqualität und der in Europa geringen Popularität gegenzusteuern. In manchen Ländern werden im Mittelwellenbereich auch Stereo-Sendungen nach dem AM-Stereo-Verfahren übertragen.



Die Bilder zeigen ein SABA und ein EMUD Radio:
5
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
6.808
Mike Zehrfeld aus Schwabmünchen | 10.04.2014 | 16:35  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.