Nationen begegnen einander im Café der Kulturen

Die tüchtigen Helferinnen und Helfer vom Café der Kulturen: von links Momand Fawad Ahmad, Helga Seimel, Jutta Burmester, Ibrahim Wahid, Gudrun Ottmann, Ernst Schatz, Antoinette Steinmann, Gemedru Fayissa, Christa Schuster und Wolfgang Biehr.
Kurz nachdem feststand, dass Asylbewerber in der Lechstadt aufgenommen werden, entstand eine Initiative: seniorTrainer/innen, die seit 2011 im Rahmen einer Schulung des Mehrgenerationenhauses ausgebildet worden waren, wollten Asylbewerbern die Möglichkeit geben, Nachrichten aus ihren Herkunftsländern zu bekommen, Kontakt mit zurück gelassenen Familienmitgliedern über Skype oder E-mails herzustellen oder einfach sich im Internet zu informieren. Die Idee zum Projekt "Café der Kulturen" in der AWO-Begegnungsstätte Kratzertreff, Hubert-von-Herkomer-Straße 73, war geboren. Hier kommt ein Zwischenbericht unserer seniorTrainer.

Umgesetzt wurde die Idee "Café der Kulturen" mit überlassenen vier PC’s und drei Laptops, die auch den Namen der Spender tragen. Am 28. August waren die technischen Voraussetzungen geklärt und nach dem Auslaufen von XP das Betriebssystem auf LINUX umgestellt worden. Im Wechsel betreuen insgesamt 15 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer jeden Donnerstag am Nachmittag von 14 bis 17 Uhr die Interessierten aus aller Welt. Bis auf eine Palästinenserin sind die Besucher bisher männlich: Asylbewerber oder Flüchtlinge aus Palästina, Marokko, Algerien, Afghanistan, Syrien, Mali, Senegal oder Nigeria. Oft kommen bis zu 20 Teilnehmer an einem Nachmittag.

Wartezeiten, bis ein PC oder Laptop frei wird, verärgern hier niemanden. Die Zwischenzeit gestalten die Besucher kreativ und angenehm. Bei einem wohlschmeckenden Kaffee ergeben sich Gespräche, soweit die sprachlichen Grundlagen passen oder es stehen Vouchers zur Verfügung, mit denen unter Verwendung eines Benutzernamens und Passworts auf dem eigenen Smartphone im Internet gesurft werden kann.

Die Menschen möchten mitmachen. Beim Techniker-Team bringen sich bereits drei Afghanen, Asylbewerber, ein und unterstützen die ehrenamtlichen Mitarbeiter. Ehrenamtlich geleitet wird das "Café der Kulturen" von seniorTrainerin Gudrun Ottmann, die im Projekt für die Organisation, die Abläufe, allgemeine Durchführung, zuständig und immer als Ansprechpartnerin für die Besucher da ist. Für die technische Leitung ist Ernst Schatz verantwortlich, der sich mit sehr großem Engagement besonders um die Anfangsprobleme kümmerte.

Eingeschaltet in den laufenden Betrieb des Cafés hat sich mittlerweile Ibrahim Wahid, Asylbewerber aus Afghanistan. Er verfügt über sehr gute Deutschkenntnisse und ist motiviert jeden Donnerstag unermüdlich dabei zu sein, als wertvolle Unterstützung des ehrenamtlichen Betreuungsteams.

Mit der wachsenden Anzahl der Besucher und dem steigenden Interesse für das Café der Kulturen ist natürlich auch ein höherer finanzieller Aufwand verbunden. Deshalb freut sich das Team vom Café der Kulturen über Zuwendungen von Spenden und ebenso über weitere ehrenamtliche Hilfe.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.landsberger | Erschienen am 21.02.2015
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