Walburgisnacht am 25. Februar oder 30. April?

Auf dem Flug zum Hexentanzplatz
In einem Kalender war unter dem 25. Februar zu lesen: „Regen in der Walburgisnacht, hat stets ein gutes Jahr gebracht“.

Da stutzt der Leser. Walburgisnacht am 25. Februar? Die ist doch am 30. April, wenn nach altgermanisch-heidnischem Brauch die Hexen auf dem Brocken tanzen!

Man beachte den kleinen Unterschied: Es gibt eine Walburga (25.02.) und eine Walpurga (01.05.)

Die heilige Walburga, aus England stammend, kam auf Wunsch des heiligen Bonifatius nach Deutschland. Sie lebte zunächst im Kloster Tauberbischofsheim und war später Äbtissin des Klosters Heidenheim bei Nürnberg. Sie starb 779. (Näheres siehe Diethard H. Klein, Das große Hausbuch der Heiligen Seite 106 – 108).
Das gleiche ist aber auch über die heilige Walpurga bei E. Hoffmann-Krayer, H. Bächtold-Stäubli, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, nachzulesen.
Sehr verwirrend!

Des Rätsels Lösung: Es handelt sich um dieselbe Heilige und zwei Schreibweisen ihres Namens. Der 25.02. ist ihr Todestag, der 01.05. der Tag ihrer Heiligsprechung. Die Nacht des Todestages ist die Walburgisnacht, die Nacht vor der Heiligsprechung die Walpurgisnacht.

Den Hexen ist das alles völlig egal, wenn man sie am 30.04. nur nicht am Fliegen und Tanzen hindert.
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