Bunker in Groß Lafferde

Marktstr.31 Außenansicht des Bunkers von West nach Ost
 
Marktstr.31 Blick aus Nordost
Noch heute gibt es in Groß Lafferde Luftschutzbunker. Nach Aussage eines Zeitzeugen wurden sie während des zweiten Weltkrieges errichtet, als die Luftwaffe die Abwehr feindlicher Bomber nicht mehr gewährleisten konnte.
Bei einem Volltreffer wären die Bunker nutzlos gewesen. Vor Bombensplittern konnten sie schützen.

Nach dem Kriege wurden sie zur Einlagerung des Winterbedarfs an Kartoffeln, Gemüse und Futterrüben genutzt. Jetzt stehen sie weitgehend leer. Fledermäuse habe ich dort nicht gesehen.

Als Zeitzeugen eines schrecklichen Krieges sollte man sie dennoch bewahren.

In Groß Lafferde gab es 7 Luftschutzbunker: 3 größere und 4 kleine.

Einer der größeren befand sich an der Bierstraße vor dem jetzigen Hause Bierstraße 53. Er wurde beim Bau der Spar- und Darlehnskasse beseitigt. Ein kleinerer Bunker im Garten des Grundstückes Schäferstraße 5 wurde abgerissen.

Die anderen befinden sich in den Gärten der Grundstücke Marktstraße 31, Ludwig-Jahn-Straße 3, Hindenburgstraße 8, Bierstraße 55 und Hinter dem Posthof 12. Darüber hinaus ist mir ein Luftschutzkeller in der ehemaligen Molkerei, Sackstraße 4, bekannt.


Der Bunker Marktstraße 31

Der Bunker ist noch vollständig erhalten. Oben und seitlich bedeckt ihn eine ca. 30 cm dicke, grasbewachsene Erdschicht. Die hölzernen Türen sind verrottet.

Außenmaße: Länge von Außenkante Beton West bis Außenkante Beton Ost = 12,50 m; Betonstärke = 44 cm; Betonstärke über den Eingängen = 25 cm; Aufschüttungsbreite = 7,00 m; Höhe vom Fußboden am Eingang bis Betonoberkante des Eingangs = 2,65 m;
Innenmaße: Gesamtlänge = 11,70m; davon Länge der Vorräume Eingangsbereich West und Ost je 1,60m; Länge des Hauptraumes: xxxxxxx,xx m; Wandhöhe bis zum Gewölbeansatz = 1,55 m; Deckenhöhe in Gewölbemitte = 2,00 m; Breite = 1,42 m.


Der Bunker Ludwig-Jahn-Straße 3

Vor Jahren versuchte der Eigentümer den Bunker zu beseitigen. Zuerst wurde die Erdbedeckung abgetragen. Das Zerstören des Betonkörpers erwies sich als so aufwendig, dass die Abbrucharbeiten eingestellt wurden. Trotz der Zerstörungen ist der Bunker verhältnismäßig gut erhalten. Türen sind nicht mehr vorhanden.

Außenmaße: Länge von Außenkante Beton West bis Außenkante Beton Ost = 16,50 m; Dicke der Betondecke = 30; Deckenwölbung über der Erdoberfläche = 3,10 m lang; Breite des Betons an der Ostseite = 3,40 m; Eingang an der Nordostecke verschüttet; Eingang an der Südwestecke verschüttet.
Innenmaße: Gesamtlänge = 15,58m; davon Länge der Vorräume Eingangsbereich West = 1,60m und Ost je1,60m; Dicke der Trennwände zwischen Hauptraum und Vorräumen Ost und West (Eingangsbereiche) je 25 cm; Länge des Hauptraumes: 11,93 m; Wandhöhe bis zum Gewölbeansatz = 1,50 m; Deckenhöhe in Gewölbemitte = 2,00 m; Breite = 1,60 m; 2 Deckenlüftungen.
Nische in der Südwand-Mitte des Hauptraumes: konisch von innen nach außen 93 auf 60 cm, Tiefe = 60 cm;
Eingangsbereich Ost: Eingang von Norden 1,70 m hoch und 0,80 m breit; in der Südseite Tür mit gleichen Maßen zu einer Nische 0,60 m tief und 1,40m lang, Deckenlüftung;
Eingangsbereich West: Eingang von Süden 1,70 hoch und 0,80 m breit; an der Nordseite keine Nische.

Die anderen Bunker sind wesentlich kleiner.

Der Bunker Bierstraße 55 wurde nach Aussage einer Zeitzeugin im Kriege (!) als Ziegenstall genutzt.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
1.252
Harald Schuster aus Hiltenfingen | 07.03.2014 | 23:26  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.