TSV Ingeln-Oesselse / Wanderabteilung / Wanderung im Deister zur Deisterhütte

Schutzhütte am Taternpfahl
Deisterwanderung mit Grillen und Lagerfeuer an der Deisterhütte am 11.01.2015

Die erste Wanderung des TSV Ingeln-Oesselse im Jahr 2015 führte traditionsgemäß zur Deisterhütte in Springe. In den letzten Tagen vor dem Wandertermin waren täglich Unwetterwarnungen in den Medien zu hören und so war es fraglich, ob der Termin wirklich eingehalten werden konnte. Doch am Wandertag, dem 11.01.2015, hatte sich der Sturm etwas gelegt und 30 wetterfeste Wanderer trafen sich am Sportplatz um mit Autos in Fahrgemeinschaften bis zum Parkplatz an der B 217 in der Nähe der Kaiserrampe zu fahren. Der einstige Haltepunkt Kaiserrampe wurde 1887 für den Kaiserlichen Hofzug eingerichtet. Von der Kaiserrampe führte die Kaiserallee direkt zum Jagdschloss Springe. Gleich beim Aussteigen wurden wir von einem Schnee-Graupelschauer empfangen. Wir ließen uns aber nicht entmutigen und wanderten zum Hüttenweg und auf diesem bergauf bis zum Taternpfahl einem historischen Wegzeichen (256 m über NN). Der Schneeregen hatte sich inzwischen verstärkt und wir machten eine kurze Pause in der Schutzhütte am Taternplatz.
Nach alter Überlieferung wurde der Taternpfahl erstmals um 1635 durch Herzog Georg-Wilhelm von Celle-Lüneburg aufgestellt und markierte die Grenze zwischen dem früheren Amte Lüneburg und der Stadt Springe. Die Tatern (Zigeuner) mussten, wenn sie über die Grenze von Wennigsen kamen, hier drei Tage ausharren. Dann durften sie in Begleitung eines reitenden Jägers nach Springe ziehen um dort auf dem “Tivoli“ zu campieren und sich durch “Kesselflicken“ und “Wahrsagen“ Geld zu verdienen. Nach drei Tagen mussten sie die Stadt wieder verlassen und wurden durch den Stadtbüttel weitergereicht.
Für uns ging es nun bergab zur Sophienhöhe und am Waldrand entlang zur Deisterhütte. Hier wurden wir von unseren fleißigen Helfern empfangen. Alles war wie immer bestens vorbereitet. Heißer Glühwein, Kakao, Tee und das Lagerfeuer wärmten uns auf. Die Bratwürstchen brutzelten auf dem Grill, der Schneeregen hatte aufgehört und sogar die Sonne blinzelte vereinzelt aus den Wolken hervor. Zum Abschluss gab es dann auch noch Kaffee und Kuchen. An dieser Stelle sei noch einmal ganz herzlich unserem hervorragenden, stets einsatzbereiten Team Petra, Oli, Fred und Klaus gedankt. Gut gestärkt ging es dann auf den letzten Teil der Wanderstrecke. Bis zum Parkplatz in der Nähe der Kaiserrampe hatten wir an diesem Sonntag, bei teilweise unwirtlichem Aprilwetter ca. 10 km erwandert.

Ursula Denda
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