Prosit Neujahr

bei einem Blick auf die Medien


auch sie gingen natürlich am letzten Tag des Jahres auf Silvester ein, mit Wünschen und guten Ratschlägen,

so zitierte die ARD Geheimrat Goethe, der gesagt hätte,

"wer seine Weste zuknöpfen will, und fängt schon beim ersten Knopfloch falsch an, braucht gar nicht weitermachen, denn das wird nichts mehr",

oder so ähnlich, das ist zwar richtig, wie ich aus schmerzlicher Erfahrung weiß, nur jemanden für das neue Jahr so richtig aufbauen kann diese Weisheit eigentlich nicht,

mit guten Ratschlägen ist das ohnehin so eine Sache, manche sind zwar gut gemeint, in der Sache auch richtig, aber nicht ausgereift, wie Stephan Sulke in seinem Lied "Enten hätt ich züchten sollen" treffend besingt,

die HAZ befasst sich mit den Hoffnungen der Menschen, und lässt sie ihre Wünsche erzählen, die ich alle gut nachvollziehen und verstehen kann,

ein Magazin meint, man solle sich jetzt eher mit der Vergangenheit beschäftigen, um im neuen Jahr bestehen zu können, alten Ballast abwerfen, und sich von bislang nicht erfüllten Hoffnungen trennen,

das sehe ich anders,

bloß weil ein Wunsch bislang nicht wahr geworden ist, soll man ihn abhaken,

nein,

sicher gibt es Hoffnungen, die unerfüllbar sind, doch andere brauchen vielleicht ihre Zeit, und warum sollte man keine Träume mehr haben, und es gibt den Satz
"alles kommt zu dem, der warten kann", auch wenn ein Wunder geschehen müsste,
doch die soll es ja geben, manchmal,

aber es gibt auch den Satz

"Wunder muss man machen", ein guter Rat, wie ich finde

nur etwas gab mir doch zu denken,
während ich im Radio hörte, dass durchaus mit überfrierender Nässe und Glatteis auf den Straßen zu rechnen sei, fiel mein Blick auf eine Reklame in unserem Ortsblättchen, dort schrieb eine Autofirma, die völlig berechtigt Autos verkaufen will:

"Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch"

daran hab ich etwas zu knabbern, aber man muss ja nicht alles im Zusammenhang sehen,

ich jedenfalls wünsche Ihnen allen ein gutes neues Jahr und sage "Prosit Neujahr"
und meine "Prosit" in seiner ureigenen Bedeutung, denn es kommt aus dem lateinischen und steht für

"möge es nützen"

abgeschrieben aus dem Handbuch " Lateinisch für Angeber"
und frage mich plötzlich, wieso ich grad dieses Buch so mag,

nein, das frag ich mich lieber nicht

Gerd Szallies
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10 Kommentare
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Basti S. aus Aystetten | 01.01.2016 | 11:43  
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Romi Romberg aus Berlin | 01.01.2016 | 13:02  
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Gerd Szallies aus Laatzen | 01.01.2016 | 14:08  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 01.01.2016 | 17:41  
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Gerd Szallies aus Laatzen | 01.01.2016 | 18:03  
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Gerd Szallies aus Laatzen | 19.01.2016 | 07:01  
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