Mit dem SoVD Laatzen auf hoher See nach Helgoland

Die Tagesfahrt im Juni des SoVD Ortsverbandes Laatzen-Mitte/Grasdorf führte Mitglieder und Gäste hinaus auf „hohe See“, denn Ziel war die 40 Kilometer vom Festland entfernt in den Nordsee gelegene Inseln Helgoland.
Bei herrlichem Sonnenschein hieß es zunächst für alle zeitig aufstehen, denn der mit 57 Teilnehmern voll besetzte Bus startete bereits am frühen Morgen in Laatzen Richtung Küste. Erstes Ziel war zunächst Cuxhaven um von dort gegen Mittag mit dem Katamaran in einer guten Stunde nach Helgoland überzusetzen. Das Boot erreicht dabei Spitzengeschwindigkeiten von über 60 Stundenkilometern. Durch die im Vergleich zu einem normalen Schiff, das für die gleiche Strecke über drei Stunden braucht, blieb bis zur Rückfahrt am späten Nachmittag ausreichend Zeit, die Schönheiten der Insel auf eigene Faust zu erkunden. Da die Insel nach wie vor zoll- und mehrwertsteuerfrei ist, wurde der Aufenthalt natürlich auch dazu genutzt, Tabakwaren, Spirituosen, Parfüms, Schmuck und andere Dinge -natürlich nur in der erlaubten Mengen- zu kaufen. Helgoland selbst mit ihrem Wahrzeichen der „Langen Anna“ blickt auf eine einzigartige Geschichte zurück. Der rote Felsen war Seefestung, Seeräubernest und Anfang des 18. Jahrhunderts das größte Warenumschlagzentrum Europas. Die Insel wurde belagert, war ab 1713 dänisch, ab 1807 britisch und erst 1890 wurde sie an das Deutsche Reich übergeben. Ende des 2. Weltkrieges wurde Helgoland durch einen Luftangriff der Engländer völlig zerstört. Die in Bunker überlebenden Insulaner mussten die Insel verlassen. Im April 1947 zerstörten die Briten zunächst mit der größten nichtnuklearen Sprengung der Geschichte die unterirdischen Bunkeranlagen. Dazu wurden insgesamt 6.700 Tonnen Sprengstoff gezündet. Noch bis 1952 blieb Helgoland militärisches Sperrgebiet und wurde als Bombenabwurfplatz der britischen Luftwaffe genutzt. Erst am 1. März 1952 ging die Insel nach zahlreichen Interventionen an Deutschland zurück und die Helgoländer konnten zurückkehren. Heute wohnen dort ca. 1.300 Personen, die überwiegend vom Tourismus leben. So verzeichnet die Insel jährlich bis zu 80.000 Übernachtungsgäste und über 300.000 Tagesbesucher. Voll mit neuen Eindrücken kehrte die „müde“ Gruppe erst an späten Abend nach Laatzen zurück. Aber trotzdem waren sich alle darin einig, dass die Fahrten mit dem Sozialverband immer wieder schön sind.
Nach der achttätigen Fahrt an die Nord- und Ostsee Anfang Juli ist die nächste Tagesfahrt des SoVD Laatzen bereits geplant. Sie wird am Samstag, den 15. August nach Bad Karlshafen führen. Von dort geht es mit dem Schiff auf der Weser nach Corvey zu einer Besichtigung des Klosters. Am Nachmittag steht noch ein Besuch in Höxter mit Aufenthalt zur freien Verfügung auf dem Programm.
Wer noch mitfahren will, kann sich bei Marion Süpke unter Telefon 0511-822121 auf Warteliste vormerken lassen.

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