Der SoVD zurück von der Mosel

  Am Freitag, den 25. Juli startete der SoVD Ortsverband Laatzen-Mitte/Grasdorf, verstärkt durch eine gutgelaunte Seniorengruppe aus Hemmingen-Arnum, zu seiner diesjährigen einwöchigen Reise an die Mosel. Ziel und Ausgangspunkt für die zahlreichen Unternehmungen war das Hotel „Vergissmeinnicht“ im Ortsteil Poltersdorf des kleinen Weinortes Elenz-Poltersdorf. Der Ort mit seinen knapp 1000 Einwohnern liegt unweit von der Kreisstadt Cochem direkt gegenüber dem bekannten Weinort Beilstein, der auch als „Dornröschen der Mosel“ bezeichnet wird und bei zahlreichen Heimatfilmen als Kulisse für die traumhaften Landschaftsaufnahmen diente. Bei in der ganzen Woche traumhaftem Sommerwetter wurden natürlich die einzelnen Tage für zahlreiche Ausflüge genutzt. So unternahm die Gruppe bereits am Samstag einen Ausflug zur Loreley.
Die Loreley ist ein 132 Meter hoher steil aufragender Felsriegel im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal bei Sankt Goarshausen, der sich am östlichen, rechten dem Strom in den Weg stellt. Der Blick von oben auf die Rheinkurven und auf Sankt Goarshausen mit der Burg Katz ist natürlich ein Anziehungspunkt für Touristen. Loreley ist auch der Name einer Nixe auf diesem Felsen. Der aus dem 19. Jahrhundert stammenden Legende zufolge kämmte sie dort ihre langen, goldenen Haare und zog die Schiffer mit ihrem Gesang an. Diese achteten trotz gefährlicher Strömung nicht mehr auf den Kurs, sodass die Schiffe an den Felsenriffen zerschellten. Am Sonntag stand ein Besuch der Burg Eltz auf dem Programm. Im Rahmen einer Führung erfuhren wir unter anderem, dass die 850 Jahre alte Burg seit mehr als 30 Generationen der Stammsitz der Grafen und Edlen Herren von und zu Eltz ist. Durch ihre besondere Lage abseits der Mosel auf einem Berg in einem Talkessel wurde sie nie zerstört. Vielen ist die Silhouette noch gut bekannt, denn sie zierte viele Jahre den 500-DM Schein.
Der Montag wurde zu einem Besuch in einer Edelsteinschleiferei in Idar-Oberstein, wo uns ein Fachmann die Kunst der Edelsteinbehandlung vom Rohling bis zum fertigen Stein erklärte und zu einem Abstecher nach Bernkastel-Kues genutzt. Sehenswert in Bernkastel ist vor allem der mittelalterliche Marktplatz mit seinen Giebelfachwerkhäusern aus dem 17. Jahrhundert. Leider überraschte uns ein Gewitterregen, der die Aktivitäten doch erheblich einschränkte. Am nächsten Tag folgte ein Ausflug in die Vulkaneifel. Zunächst wurde im kleinen Eifelort Brockscheid eine Glockengießerei besichtigt. Weiter ging es dann zum Kloster Maria Laach.
Die zum Orden der Benediktiner gehöhrende Abtei liegt an der Südwestseite des Laacher Sees und wurde zwischen 1093 und 1216 als Stiftung Heinrichs II. von Laach und seiner Frau Adelheid erbaut. Ihren heutigen Namen erhielt sie im Jahre 1863. Besonders beeindruckend ist die sechstürmige Klosterkirche, mit der gewölbten Pfeilerbasilika und dem prachtvollem Westeingang, dem sogenannten Paradies. Sie gilt als eines der schönsten Denkmäler der romanischen Baukunst in Deutschland. Auf dem Rückweg folgte noch ein kleiner Abstecher zum Nürburgring. Hier ließen es sich einige Mitreisende nicht nehmen, von der Haupttribüne aus die Sportwagen im Testbetrieb zu bewundern und dem infernalischen Motorsound zu lauschen.
Besonderer Höhepunkt war dann am Mittwoch der Besuch in Luxemburg.
Bei einer Stadtführung wurden uns die Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale Notre-Dame de Luxembourg und Regierungssitz des Großherzogtums Luxemburg und die Kasematten gezeigt. Sie entstanden 1644 zur Zeit der spanischen Fremdherrschaft. Der eigentliche Ausbau der insgesamt 23 km langen unterirdischen Galerien erfolgte 40 Jahre später. Die auf verschiedenen Ebenen angelegten Befestigungsgänge reichten bis in 40 m Tiefe hinab. Die geschichtsträchtigen Festungsbollwerke und die Altstadt gehören seit 1994 zum UNESCO-Welterbe. Natürlich durfte am Nachmittag ein Besuch in Trier nicht fehlen. Die Stadt wurde vor mehr als 2000 Jahren unter dem Namen Augusta Treverorum gegründet und beansprucht den Titel der ältesten Stadt Deutschlands für sich. Bei einer Stadtrundfahrt vorbei an den zahlreichen römischen Baudenkmäler wie Amphitheater, Barbarathermen, Kaiserthermen, Konstantinbasilika ging es dann zum Wahrzeichen der Stadt, der Porta Nigra. Während ein Teil die Gelegenheit zum Shoppen nutzte, gingen die Anderen durch die malerische Altstadt zum Trierer Dom. Der Dom St. Peter ist die älteste Bischofskirche Deutschlands und die Mutterkirche des Bistums Trier. Mit einer Länge von 112,5 Metern und einer Breite von 41 Metern ist er das bedeutende sakrale Bauwerk abendländischer Baukunst das größte Kirchengebäude der Stadt. Seit 1986 ist der Trierer Dom neben anderen Bauwerken in der Stadt Teil des UNESCO-Welterbes Römischer Baudenkmäler. Am letzten Tag hatte der Busfahrer seinen freien Tag und daher wurde die angebotene Möglichkeit genutzt, mit einer kleinen Fähre nach Beilstein überzusetzen, von dort mit einem Moseldampfer nach Cochem zu fahren und sich die Stadt und die Reichsburg Cochem anzuschauen. Freitag hieß es dann leider wieder Koffer packen und die Heimreise anzutreten.
Aber auch das Ziel der Wochenreise im nächsten Jahr steht bereits fest.
Die Reise wird vom 04. – 11. Juli 2015 mit einem täglichen Ausflugsprogramm an die Nord- und Ostsee führen.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Calenberger Zeitung | Erschienen am 19.08.2014
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