Bürger auf der Flucht

Köln: Brück | Vor wenigen Tagen stellte ich 2 Bilder in eine Gruppe, die den beschaulichen Ort Köln - Brück zeigt. Auf den Bildern sieht man eine Wohncontainer Anlage. Diese ist fast fertig und soll in den nächsten Tagen knapp 90 Familien aus Krisengebieten aufnehmen. Sogenannte Flüchtlinge oder auch Asylanten genannt. Bürger aus uns fremden Ländern und Kulturen. Meine Fotos sorgten dann auch für reichlich Diskussionsbedarf und es entwickelt sich ein Pro & Contra Dialog, der teilweise für völlig neue Sichtweisen sorgt. Was bedauerlich ist, ist die Tatsache das es ausgerechnet jenen Teil Brücks betrifft, in dem junge Familien gerade erst ihre Eigenheime errichten. Denn rechts und links werden sie bald einziehen , die Fremden. Die einen in den Wohncontainer und die anderen, vorwiegend alleinreisende Männer, in das Sporthotel Fliehburg. Stimmen werden laut, es wäre ein lukratives Geschäft für den Betreiber. Andere machen sich Gedanken um die Nähe zur Freizeitanlage, um den Sportpark und was es sonst noch an lieb gewonnenem gibt. Viele der Brücker Bürger wollen so gar nichts gewusst haben von der Unterbringung der Flüchtlinge in Brück. Angst vor einem weiteren Anstieg der Kriminalität in Brück macht sich breit. Aber die ist auch ohne die zu erwartenden neuen Brücker Bürger in den letzten Monaten erheblich gestiegen. Wie kann man nun also alle unter einen Hut bekommen? Einige Brücker haben sich dazu intensiv Gedanken gemacht und die Initiative "Willkommen in Brück" gegründet. Leider sind viele der zu Beginn enthusiastischen Bürger, denen an einer Mitarbeit gelegen war, wieder abgesprungen. Zugegeben es wird nicht einfach werden. Denn wie erklärt man einem völlig Fremden seine Kultur und Mentalität, wenn diese absolut in die Gegenrichtung des Anderen zieht? Den Kölner an sich versteht man ja teilweise nicht einmal im eigenen Kulturkreis. Viel Arbeit kommt auf die Menschen zu. Viel Stress und Undankbarkeit wird es geben. Einen großen Faux Pas hat sich die Stadt bereits geleistet. Hatte man doch bei der ersten Bürgerversammlung zum Thema völlig übersehen das auch Neubrück gleichermaßen betroffen ist. Denn dieses liegt ebenfalls nur einen Steinwurf vom Containerdorf entfernt. Steinwurf? Na hoffentlich nicht und dies gilt für beide Seiten. Man darf nur abwarten ob die Stadt Köln und die. Caritas das Problem , welches es ja jetzt schon ist, eindämmen können und nicht demnächst der Brücker auf der Flucht vor den Flüchtlingen ist. Wichtig ist dabei nicht nur das erlernen von deutscher Sprache sondern viel wichtiger das erleben und akzeptieren der rheinischen Kultur. Im Gegenzug dazu hat es noch keinem geschadet sich ebenfalls über Sitten und Gebräuche anderer Menschen zu informieren. Mit viel Glück bekommt man eine gute Mischung hin.
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