Weihnachten - eine messerscharfe Analyse

Weihnachten

Als Jesus Christ geboren war,
da waren nicht nur Engel da.
Armut, Elend, Hungersnot,
so hieß damals das tägliche Brot.
Nach vielen Jahren war es so schlimm,
dass der Liebe Gott kam nicht umhin,
er musste schleunigst tätig werden
für seine Menschenkinder auf Erden.

Der Politiker von heute
sorgt nicht direkt für seine Leute.
Er verspricht, ganz toll zu kämpfen
und später alles abzudämpfen,
nachdem er geredet und koaliert,
derweil das Volk zu Hause friert.
Was in aller Welt hat nun
der Liebe Gott damit zu tun?
Auch er tut nicht zur Tat gleich schreiten,
sein Ziel heißt Hoffnung und Trost verbreiten.
So gereicht ihm eine Idee zur Ehre,
auf die jeder Politiker ganz neidisch wäre.

„Ich erfinde zur Heiligen Nacht
ein Fest, das allen Hoffnung macht.
WEIHNACHTEN will ich es benennen
und an diesem Abend können
die Christen werfen einen Blick
direkt mal auf das Himmelsglück.
Wie schön es sein wird, das sieht man -
der Hoffnungsschimmer kommt sicher gut an.“

Nicht nur gut, zu gut war es eben,
den Menschen das Weihnachtsfest zu geben.
Wir wissen alle, was passiert,
wenn der Staat mit Maßnahmen gut schmiert.
Dann geht so mancher Taler weg,
so gar nicht nach des Erfinders Zweck.
Was mit Stille und Hoffnung einst begann,
das zog die Gewinnler mächtig an.
Im Glanz von Weihnachten allenthalben
blühen Umsatz und Konsumverhalten.
Die Heilige Nacht, wie wunderbar,
die dauert jetzt ein Vierteljahr.

Doch was denkt man sich im Himmel,
wenn das Ladenkassen-Gebimmel
übertönt der Glocken Ruf?
Wo ist der, der Weihnachten erschuf?
Wahrscheinlich ist er schon ganz sauer,
doch wir wissen es genauer:
Weil das alte Testament ist längst zu Ende,
sind gebunden ihm die Hände.
Gott kann heute nicht mal nur so eben
ein Machtwort oder Zeichen von oben geben.

Und während man am Glühwein nippt,
fragt man sich, ob es ihn überhaupt noch gibt.....
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