Hessentag 2013: Bahnverkehr auf der Main-Weser-Bahn

RegioTram und Mittelhessen-Express in Treysa
 
RT9 mit Fahrtziel Auestadion in Treysa
Kassel: Kassel |

Während des Hessentags 2013 gab es verschiedene Fahrplanänderungen im Nahverkehr auf den nach Kassel führenden Bahnstrecken. Besonders betroffen war die Main-Weser-Bahn.

Eine Änderung, die nicht nur an Wochenenden oder abends auffiel, waren die teilweise geänderten Fahrtziele der RegioTrams. Während des Hessentags fuhren alle Linien zum Auestadion - auch die, die normalerweise andere Ziele wie die Leipziger Straße hatten. Auf der Main-Weser-Bahn fuhr die RegioTram sogar weit über den eigentlich für die RegioTram vorgesehenen Bereich rund um Kassel hinaus, da sie dort als Übergangslösung für mehrere Jahre den Regionalverkehr Treysa - Kassel übernahm.

Nach Mitternacht verkehrten zusätzliche RegionalExpress-Züge nach Gießen. Im regulären Fahrplan gab es keine Züge mit diesem Fahrtziel von Kassel, da die von Kassel kommenden RE alle bis Frankfurt verkehren.

Eine große Fahrplanänderung gab es an den Wochenenden, wo zahlreiche Talent2-Züge vom Mittelhessen-Express bis nach Kassel fuhren. Normalerweise sind diese Züge außer auf dem Streckenabschnitt Neustadt - Treysa nicht im NVV-Gebiet anzutreffen. Durch die Verlängerung des Zuglaufs gab es sogar zusätzliche Nahverkehrsverbindungen Frankfurt - Kassel. Der verlängerte Zuglauf wurde jedoch nicht auf den Anzeigen der Züge angezeigt.
Die letzte von Kassel abgehende Fahrt vom Mittelhessen-Express (um 23:24 Uhr) ging jedoch nur bis Treysa. Am 22.6.2013 zeigte dieser Zug korrekt das Fahrtziel Treysa an. Die Zwischenziele waren jedoch nicht korrekt - auf der Anzeige war nämlich der Zuglauf Frankfurt - Treysa mit Zwischenzielen wie Stadtallendorf, welche der Zug gar nicht erreichte. Das führte zu Frust bei einigen Fahrgästen, die nach Marburg wollten und erst im Zug erfuhren, dass sie nur bis Treysa kommen.

In manchem Wagen der Doppelstockzüge nach Frankfurt oder Gießen war es vor der Abfahrt am Hautpbahnhof so voll, dass sich sogar schon Leute beim Schaffner beschwerten. Problem war, dass die Bahn offensichtlich die Fahrgäste nicht ausreichend informiert hat. Dezente Hinweise wie "Dieser Zug hat nicht nur einen, sondern sogar sechs Wagen", "Hinten ist die Fahrt nicht billiger als Vorne" oder "Wenn Wagen voll, dann bitte nach Vorne durchgehen" hätten vielleicht für eine bessere Verteilung der Fahrgäste sorgen können, die sich hinten drängten, während vorne der Zug fast leer war.

An der RegioTram-Haltestelle standen mehrere Sicherheitsleute, um den ein- und aussteigenden Verkehr zu beaufsichtigen. Bei stark besuchten Veranstaltungen wurden außerdem Absperrungen im Bahnhof durch die Polizei errichtet, um eine Überfüllung zu vermeiden.

Am 22.6. hätte man nachmittags vom Hauptbahnhof Kassel aus eine "Fahrt ins Gelbe" starten können - zumindest zeigte dies ein FLIRT der Eurobahn, der nachmittags im Bahnhof pausierte. Laut Fahrplan fährt die Eurobahn nur bis zum Bahnhof Wilhelmshöhe. Am Hauptbahnhof parkt es sich sicherlich schöner, während man an der Station Wilhelmshöhe immer das Gefühl hat, sich in einem Parkhaus oder einer Tiefgarage zu befinden.

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