„Tag des offenen Denkmals" auch im Hurlacher Schloss

Schloss Hurlach, Ausschnitt aus dem Stich von M. Wening (um 1700)

Das Hurlacher Schloss, das von der Missionsgemeinschaft Jugend mit einer Mission (JMEM) als Schulungszentrum genutzt wird, war am 14. September 2008 anlässlich des bundesweiten „Tages des offenen Denkmals" geöffnet: An den Schlossführungen, die v. a. die Geschichte des Schlosses beleuchteten, nahmen insgesamt etwa 140 Besucher teil. Dabei konnte man manches über die frühere Schlosskapelle, die 1682 gebaut und um 1862 abgerissen wurde, oder über den kurfürstlichen Kammerherrn Sebastian von Pemler (1718-1772) erfahren, der das Schloss im 18. Jahrhundert bewohnte. Außerdem wurden Gitarrenmusik, Kaffee und Kuchen und ein Kinderprogramm angeboten; die jungen Gäste freuten sich auch über das Ponyreiten und die Hüpfburg im Schlossgarten. Von 14 bis 15 Uhr unterhielt die Blaskapelle des Hurlacher Musikvereins die Besucher.

Der "Tag des offenen Denkmals" bringt jedes Jahr Millionen Besucher auf die Beine; nach Angaben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zählte man dieses Jahr rund viereinhalb Millionen Besucher der insgesamt 7.500 historischen Bau- und Bodendenkmäler, die am 14. September für die Öffentlichkeit zugänglich waren. Seit einigen Jahren wird in Hurlach an diesem besonderen Tag das "Schlossfest" veranstaltet. Ein Mitarbeiter des Hurlacher JMEM-Zentrums, der einige der insgesamt acht Schlossführungen übernommen hatte, beschrieb die thematische Akzentsetzung dabei folgendermaßen: "Neben vielen anderen Einzelaspekten ist hier im Hurlacher Schloss v. a. das Thema interessant, wie sich in den verschiedenen Jahrhundert die Nutzung der einzelnen Räume und Gebäudeteile immer wieder geändert hat. Wir freuen uns, dass die Besucher sich nicht nur für unsere heutige Tätigkeit interessieren, sondern den 'Tag des offenen Denkmals' dazu nutzen, etwas tiefer in die Vergangenheit einzudringen."

Das Hurlacher Schloss, das in seiner langen Geschichte immer wieder den Besitzer wechselte, wurde 1898 von Otto Freiherr von Schnurbein erworben und renoviert. Durch die Erweiterungsbauten der folgenden Jahre erhielt die Anlage ihre jetzige Gestalt. Seit über 30 Jahren wird das Schloss, das um 1610 errichtet wurde, von dem ökumenischen Missionswerk Jugend mit einer Mission (JMEM) als internationales Schulungs- und Begegnungs-Zentrum genutzt.

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