Jubiläumsfeier bei unseren Freunden, der BI Megatrasse-VG-Nordendorf

Anita begrüßt den Referenten Wolf von Fabeck
 
Wolf von Fabeck setzt sich auch in diesem Vortrag stark für die dezentrale Energiewende ein
Am 21.05.15 feierte die BI Megatrasse-VG-Nordendorf ihr 1-jähriges Bestehen und hatte zu diesem Anlass als Referenten den Geschäftsführer des Solarenergie-Fördervereins Deutschland e.V. (SFV), Wolf von Fabeck gewinnen können.
Die Veranstaltung begann kurz nach 19 Uhr mit Begrüßungsworten der BI Sprecherin Anita Dieminger. Sie freute sich sehr, dass doch einige Kommunalpolitiker (leider zu wenige) und auch Vertreter von anderen BIs den Weg in das Bürgerhaus von Nordendorf gefunden hatten. Als besondere „Geburtstagsüberraschung“ erwähnte sie, dass die Gemeinde Nordendorf in den Verein der Kommunen gegen die Gleichstromtrasse Süd-Ost eingetreten ist.
Nach der Begrüßung ließ sie mit Worten und vielen Fotos das Jahr seit dem Bestehen der BI Revue passieren. Sie erzählte von den vielen Aktionen, Vorträgen, Veranstaltungen an denen sie teilgenommen oder die sie selbst organisiert hatten. Ein interessanter Rückblick vor mehr als 150 Zuhörern, die ihren Ausführungen interessiert lauschten.
Anschließend übergab sie das Wort an den Hauptreferenten dieses Abends, Wolf von Fabeck. Der mittlerweile 80-jährige Gründer und Geschäftsführer des SFV hielt seinen Vortrag zum Thema „Netzausbau oder Speicherausbau?“
Viele Umweltfreunde und Atomgegnern sehen den Bau von Fernübertragungsleitungen als notwendiges Opfer an, das den Umstieg auf die Erneuerbaren Energien ermöglichen soll. Tatsächlich aber wird die Bevölkerung getäuscht. Dieser Ausbau löst nicht die Aufgabe, bei Dunkelflaute eine Vollversorgung mit gespeichertem Strom aus Erneuerbaren Energien sicherzustellen, sondern bereitet stattdessen die Möglichkeit vor, bei Dunkelflauten alle Stromverbraucher bundesweit mit Strom aus fossilen Quellen erreichen und versorgen zu können. Die Fernübertragungsleitungen zementieren somit den Weiterbestand an fossilen Kraftwerken und leisten damit dem Klimawandel Vorschub – denn ohne Stromspeicher werden wir nie auf die fossilen (oder atomaren) Kraftwerke verzichten können.
Daher widmete W. v. Fabeck einen großen Teil seines Vortrages dem Thema Speicher. Sowohl Pufferspeicher, bei dem die, während des Tages erzeugte Energie des Nachts verbraucht werden kann, als auch Langzeitspeicher waren Teil seines Vortrages. Als Langzeitspeicher erläuterte er, als eine von mehreren Alternativen, das Prinzip „Power to liquid“, also die Umwandlung von Strom in Methanol und, bei Bedarf, dessen Rückumwandlung.
Seine Vorstellung der Zukunft ist keine zentrale, sondern eine dezentrale Energieerzeugung, also eine Zellenstruktur, mit Energieerzeuger, Speicher und Energieverbraucher in der Region. Mit diesem Aufbau ist gewährleistet, dass der Erzeuger in der Nähe des Verbrauchers liegt, also kurze Wege. Die Wertschöpfung bleibt in der Region und für den notwendigen Ausgleich zwischen den Regionen können die teilweise bereits vorhandenen Verbindungsleitungen sorgen.
Im Anschluss an seinen Vortrag, stellte sich W. v. Fabeck den Fragen der Zuhörer, ehe dann Anita Dieminger den Abend beschloss.
Auch das Zwischenmenschliche vor und nach der Veranstaltung sollte nicht unerwähnt bleiben. Es wurden Infos getauscht, Tipps gegeben, Bekanntschaften vertieft und vieles mehr.
Eine gelungene Veranstaltung. Vielen Dank den Organisatoren und Helfern für diesen schönen, informativen Abend.

Den vollständigen Vortrag von W. v. Fabeck kann man sich unter folgendem Link ansehen::
http://www.sfv.de/artikel/fernuebertragungstrassen...

Bilder: Anita Dieminger, Sonja Diller, Dorothea Deindörfer
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