Erotische Friedhofskunst: Auf dem Engesohder Friedhof blitzt so mancher Busen

Hannover: Südstadt | Motive die nicht weglaufen: Alte Friedhöfe bieten oft eine Fülle von Möglichkeiten, schöne Fotos zu machen. Besonders Anlagen, die im 19. Und Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden sind, zeichnen sich oft durch besonders prächtig gestaltete Grabmale aus. Auch der Engesohder Friedhof in der hannoverschen Südstadt gehört zu dieser Reihe von historischen Begräbnisplätzen. Im alten Teil des Friedhofes gibt es an jeder Ecke interessante Fotomotive zu entdecken. Und weil die steinernen und bronzenen Figuren nicht weglaufen können, hat der Fotograf auch hinreichend Muße, den besten Blickwinkel zu wählen.

Überraschend der hohe Anteil von erotischer Kunst. Es geht überraschend freizügig zu; Besucher finden viele Akt- und Halbaktdarstellungen auf den Grabmalen. Häufiger als man denkt blitzt da so mancher blanker Busen aus den wallenden Gewändern der steinernen Damen.

Der Engesohder Friedhof entstand ab 1861 am Rande der Döhrener Feldmark. Er war damals der größte Begräbnisplatz der Stadt. Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten Hannovers haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Arthur Menge, Ferdinand Wallbrecht, Georg Kestner, Georg Ludwig Laves, Hermann Schlüter, Gustav Noske, Karl Jatho und nicht zuletzt der bekannte Pressefotograf Wilhelm Hauschild.

Anfang der 80iger Jahre existierte im Freizeitheim Döhren die „Fotogruppe Döhren“. Die Fotoamateure entdeckten den Engesohder Friedhof als Jahresthema für sich. Die Bildausbeute war so beeindruckend, dass die damalige Neue Hannoversche Presse (heute Neue Presse - NP) der Fotogruppe in ihrer Magazinbeilage einige Seiten widmete.

Anbei ein Teil der Bildausbeute von einem Sonntagsnachmittags-Spaziergang über den Engesohder Friedhof.

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Weiterveröffentlichungen:

Hannoversches Wochenblatt | Erschienen am 25.05.2011
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