Bezirksrat tagte: Mit der S-Bahnstadion Döhren/Waldhausen geht es weiter

Hier soll ein Baustoffhandel einziehen: Ehemalige Lackfabrik an der Hildesheimer Straße.
 
Auf der Eisenbahnbrücke soll eine S-Bahn-Station entstehen.
Hannover: Döhren | Offenbar geht es endlich weiter mit der geplanten S-Bahn-Station zwischen Döhren und Waldhausen. Das jedenfalls erfuhr der Bezirksrat Döhren-Wülfel in seiner Dezember-Sitzung im großen Saal des Freizeitheims Döhren am vergangenen Donnerstag (10. Dezember) „Für die Überarbeitung bzw. Fortsetzung der Planung wurde der Abschluss einer neuen Planungsvereinbarung notwendig. Aufgrund der unterschiedlichen Akteure waren hierfür eingehende Verhandlungen über Zuständigkeiten und vertragliche Regelungen erforderlich, die noch in diesem Jahr durch die Unterzeichnung der Vereinbarung abgeschlossen werden sollen. Im Jahr 2016 erfolgt die Überarbeitung der Vorplanung. Nach Fertigstellung der Vorentwurfsplanung folgt bei Entscheidung zur Fortsetzung des Vorhabens in 2017 die Entwurfsplanung. Nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens mit Erlangung des Baurechts wäre die Bauphase 2021 bis 2023 möglich“, hieß es in einer Stellungnahme der Verwaltung. Die SPD-Fraktion im Bezirksrat hatte nach dem Stand der Planungen gefragt.

Wie der neue Haltepunkt aussehen wird, scheint schon konkret angedacht zu sein. „Die geplante Umsteigeanlage H-Waldhausen soll als Mittelbahnsteig zwischen den beiden nördlichen Gleisen der S-Bahnstrecke (1760) Hannover-Soest/Hameln angelegt werden, da in diesem Bereich lediglich das nördliche Gleis verschwenkt werden muss. Die Brücke ist an dieser Stelle zu verbreitern. Die Lage des Bahnsteigs würde sich in etwa mittig über der Hildesheimer Straße mit einer Treppenerschließung zum Mittelbahnsteig der Stadtbahnhaltestelle „Döhrener Turm“, einem weiteren Treppenabgang im östlichen Brückenwiderlager sowie einem Aufzug im westlichen Widerlager befinden“, wurde berichtet. Allerdings: Änderungen können sich im weiteren Verlauf der Planungen noch ergeben.

Lack und Farbenfabrik wird Baustoffhandel

Auch die Industriebrache der ehemaligen Lack- und Farbenfabrik Schiemann an der Hildesheimer Straße zwischen Döhren und Wülfel dürfte bald wiederbelebt werden. Hier hatten sich die Sozialdemokraten ebenfalls der Sache angenommen und wissen wollen, was aus dem Gelände wird. Wie die Stadt zu berichten weiß, wird sich hier ein Baustaustoff-Großhandel ansiedeln, der sich aber „nur begrenzt an Endverbraucher richtet“.

Absperrgitter um die Hängebrücke

Im Sommer hatte der damalige stellvertretende Vorsitzende der SPD Bezirksratsfraktion versucht, „auf dem kleinen Dienstweg“ Bewegung in die Sache mit dem seit Monaten gesperrten Spielgerät auf dem Fiedelerplatz zu bringen (auf myheimat wurde darüber berichtet). Trotzdem ist bis heute hier nichts weiter geschehen. Grund genug für die Grünen, in einer weiteren Anfrage das Thema noch einmal aufzugreifen. „Ist die Absperrung möglicherweise auf der Arbeit oder Flucht vergessen worden?“, fragten sie. Die Antwort der Verwaltung: „Die Absperrung wird noch bis zum neuen Jahr dort stehen bleiben müssen. Die Reparatur des kleinen Hanges mit dem Balanciertampen als auch der Zugang werden vor Weihnachten in Stand gesetzt. Damit die Erde nicht permanent durch Erosion abgetragen wird, soll ein Hangsicherungssystem eingebaut werden, auf dessen Lieferung derzeit gewartet wird. Eine Garten- und Landschaftsbaufirma wurde bereits beauftragt.“

Leider war der Autor dienstlich verhindert und konnte nur noch einen kurzen Rest der Bezirksratssitzung persönlich mitverfolgen. Auf den gewohnten umfassenden Bericht über das Politikertreffen muss deshalb diesmal verzichtet werden. Zumindest soll hier aber noch über zwei interessante Anträge der SPD-Fraktion informiert werden, die einstimmig vom Gremium beschlossen wurden.

Strom gegen Bares

Die Verwaltung soll prüfen, ob und in welcher Art und Weise für Veranstaltungen auf dem Fiedelerplatz in Döhren ein Stromanschluss in Form einer sogenannten Münzsteckdose bereitgehalten werden kann. Hintergrund: wollen Vereine und Gruppen auf dem Fiedelerplatz eine Veranstaltung durchführen und brauchen dazu Strom, wird es teuer und bürokratisch „Die Veranstalter müssen sich an die Stadt wenden, ein von der Stadt beauftragtes Unternehmen schickt einen Mitarbeiter, der dann den Stromanschluss freigibt. Die Kosten, die hierfür entstehen, liegen in der Regel über den eigentlichen Stromkosten und stellen für die veranstaltenden Vereine eine große Belastung dar“, sagte Sunnhild Reinckens zur Begründung des Antrages. Die Lösung nach den Vorstellungen der SPD: „Ein Kasten mit „Selbstbedienungssteckdosen“, die über eine Zeitschaltuhr gegen den Einwurf von Münzen - denkbar wäre auch Geldkarte/EC-Karte - Strom in einer bestimmten Größenordnung und für eine bestimmte Zeit freigibt.“

Mehr Sicherheit auf den Straßen

Die Verkehrssicherheit am Hohen Weg und der Friedhofsallee liegt der SPD ebenfalls am Herzen, wie ein weiterer – auch einstimmig verabschiedeter – Antrag zeigt. „Die Verwaltung wird aufgefordert ein Konzept zur Umgestaltung des Kreuzungsbereichs Hoher Weg/ Friedhofsallee vorzulegen“, heißt es in der Forderung des Bezirksrates. Begründung: „Im oben genannten Kreuzungsbereich kommt es aufgrund unübersichtlicher Verkehrsbedingungen immer wieder zu gefährlichen Situationen. Trauriger Höhepunkt war ein Unfall mit Todesfolge Ende Mai diesen Jahres. Kurz danach, Ende August, kam es auf diesem Straßenabschnitt erneut zu einem Unfall mit Fahrerflucht.“

Bei einem Rundgang über den Wichtelmarkt in Waldheim wurde Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner und der Autor dieser Zeilen von Lars Ohlendorf vom Kindergarten Waldheim angesprochen. Vor dem Kindergarten wird zu schnell gefahren, selbst das Rotlicht der Fußgängerampel stoppt so manchen Autofahrer nicht, berichtete Ohlendorf. Ein interfraktioneller Dringlichkeitsantrag, der von allen politischen Gruppen im Bezirksrat getragen wurde, nahm sich nun der Sache an. Darin wird die Verwaltung aufgefordert, Maßnahmen zur Eindämmung der Raserei zu unternehmen, etwa Tempo 30 vor dem Kindergarten anzuordnen.
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