Matthias Schlicht bringt viele Saiten mit.

Hannover: TAK | Er kam nicht allein. Matthias Schlicht überraschte mit einem knallharten Start. Der Kabarettist schimpfte mit harschen Worten über den Oberlandeskirchenrat. Über die Vergangenheit, die ihm noch heute Stolpersteine legt. Und mit diesem scherzhaften und wie immer auch teilweise doppelsinnigen Einstieg landet Matthias Schlicht direkt in Wunstorf. Wunstorf kann in keinem seiner Programme fehlen und so kennen alle „Schlicht-Fans“ die roten Ampeln in dieser Stadt – mindestens theoretisch.

„In der Woche unsichtbar – am Sonntag unbegreiflich.“ – so schildert der kabarettistische Pastor seinen Berufsstand. Und nach einem eingebauten Bibelzitat folgte ein Lied über die Liebe.

Viele neue Gags zeichnen dieses Programm aus. Aber – Gott sei Dank – war auch Bekanntes zu hören. So waren wir wieder einmal bei den noch nicht ausgepackten Weihnachtsgeschenken und natürlich bei den rosa und hellblauen Waschlappen und dem wöchentlichen Familienbad.

Der nächste Schluck Wein in der Pause der Besucher hatte sicher auch einen besonderen Geschmack. Bestimmt hat es gemöbselt. Noch nie gehört – einfach in einen Abend mit Matthias Schlicht gehen. Die Erklärung kommt bestimmt und dann möbselt es auch im eigenen Glas Wein.

Er war nicht allein auf der Bühne. Nicht nur musikalische Begleitung war Daniel Fernholz. Mit zwei eigenen Liedern, die an eine Mischung von Reinhard Mey und Herman van Veen erinnerten, trat dieser Musiker zum ersten Mal (und sicher nicht zum letzten Mal) auf der Bühne des TAK auf. Auch er wurde begleitet von einem weiteren Gitarristen: Olaf Bruch.

Zum Abschied gab es noch einen Text – vorgetragen von Matthias Schlicht und Daniel Fernholz – von dem man annehmen konnte, er wäre heute entstanden. Es war „Das Phänomen“ von Dieter Hüsch – vor Jahren entstanden und hoch modern.
Ein toller Abend: Gratulation dem TAK!
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