Interreligiöser Friedensgottesdienst in der St. Anna-Kirche

Der Gospelchor aus Helstorf.
Misburg: St. Anna-Kirche | "Wo Toleranz und Frieden sich küssen", mit diesem Aufruf zum friedlichen Miteinander haben die Vertreter der religiösen Gemeinden in die St. Anna-Kirche Misburg zum interreligiösen Friedensgebet eingeladen.
Es nahmen teil: Kantor Andre Sitnow (jüdische Gemeinde), Imam Yavuz Yaylak (islamische Gemeinde), Pastor Matthias Roth (babtistische Gemeinde), Pater Dr. Paul Chodor und Diakon Hans-Georg Preß (katholische Gemeinde) sowie Pastor Sossna und Pastor Pasewark (evangelische Gemeinde).

Terroristische Anschläge in Paris

Die aktuellen Geschehnisse in Frankreich standen bei diesem Treffen im Vordergrund. Die Gemeinschaften machten deutlich, dass das friedliche Zusammenleben der Religionen etwas ist, auf das man stolz sein kann.
Alle waren erschüttert und tief betroffen was in Frankreich geschehen ist. Islamisten haben im Namen Allahs getötet.
Pater Paul: "Im Namen der Religion kann man keine Menschen töten. Wie kann man unschuldige Menschen so brutal töten. Ich bin zutiefst erschüttert und finde keine Worte mehr. Bitten wir Gott um seine Hilfe."
In einer Gedenkminute wurde an das Geschehen und an die Hinterbliebenen gedacht.
Der Pater machte noch einmal deutlich, dass bei diesem Friedensgottesdienst keine Religionen miteinander sprechen, sondern Menschen. Man will sich untereinander verstehen.
Auch der Imam Yavuz Yaylak verurteilte die abscheuliche Tat in Paris.
Yaylak: "Die moslemischen Gemeinden können die Taten, die jetzt in Paris stattfanden nicht nachvollziehen, uns hat es erschreckt, wir sind erschüttert. Terroranschläge machen uns fassungslos. Wir sind in tiefer Trauer. Die Anschläge sind gegen uns alle gerichtet. Aber Angst und Hysterie ist jetzt fehl am Platz. Wir werden uns nicht abschrecken lassen. Durch unseren Zusammenhalt werden wir siegen."

Mit Händereichen symbolische Gemeinsamkeit

Alle waren sich einig, dass das Friedensgebet ein Aufruf ist für ein friedliches Miteinander. Mit der Einladung zum "Händereichen" wurde die symbolische Gemeinsamkeit gestärkt.
Der Friedensgottesdienst wurde musikalisch umrahmt vom Chor "Joy of Gospel" aus Helstorf unter der Leitung von Andre Sitnow.
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